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wissen.de Artikel

Von Fotomedienfachmännern und Speiseeisherstellern

Die Berufswelt ist schnelllebiger

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Regina Steiglechner: Innerhalb der letzten 20-30 Jahre haben sich gravierende Veränderungen in der Ausbildungslandschaft ergeben. Dem Namen nach sind viele Ausbildungsberufe nicht mehr existent, was jedoch nicht heißen soll, dass es diese Berufe überhaupt nicht mehr gibt. Im Gegenteil, eine Vielzahl der bestehenden Ausbildungsberufe wurden reformiert, die Ausbildungsinhalte wurden an die neuen Qualifikationsanforderungen angepasst, teilweise wurden mehrere Berufe unter einer Berufsbezeichnung zusammengefasst, z.B. Kraftfahrzeugmechaniker/-in, Kraftfahrzeugelektriker/-in à jetzt: Kraftfahrzeugmechatroniker/-in mit Schwerpunkten. Beinahe revolutionär waren die technischen Veränderungen in der Druck-, Metall- und Elektrotechnik. Alleine seit 2000 sind ca. 26 neue Ausbildungsberufe als zusätzliche Tätigkeitsfelder für die Ausbildung erschlossen worden. 

wissen.de: Die Ausbildungszeit kann in manchen Berufen nach zwei Jahren abgeschlossen werden, bei anderen Berufsausbildungen sind Jugendliche 3,5 Jahre gebunden. Wie kommen die unterschiedlichen Ausbildungszeiten zustande?

Regina Steiglechner: Sehr hohe Anforderungsprofile, insbesondere in den technischen Berufen, haben dazu geführt, dass Ausbildungszeiten auf 3 1/2 Jahre angehoben wurden. Viele Ausbildungsordnungen (theoretische und praktische Inhalte) sind heute so anspruchsvoll, dass die Ausbildung junger Menschen nur in einer verlängerten Form erfolgreich sein kann. Die Mehrzahl der Ausbildungsberufe umfasst nach wie vor eine Ausbildungszeit von drei Jahren. Durch die stark angestiegenen theoretischen Inhalte in vielen Ausbildungsberufen wurde es für eher praktisch begabte junge Menschen zunehmend schwieriger, eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden. Neben den bestehenden überwiegend 3- und 3 1/2-jährigen Ausbildungsberufen wurden nach Abwägung der Vor- und Nachteile zusätzliche theorieentlastete Alternativen (2-jährige Ausbildungen) geschaffen, die jungen Menschen einen Ausbildungsabschluss ermöglichen sollen.
 

wissen.de: Wie sieht der Lehrstellenmarkt in diesem Herbst aus? Angeblich gibt es mehr Ausbildungsstellen als Bewerber? Können sie das bestätigen?

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aus der wissen.de-Redaktion
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