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Vom Verbündeten zum Kriegsgegner

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion

Juni 1941 - Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion beendet die Zusammenarbeit beider Staaten, die im Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 und der gemeinschaftlichen Zerschlagung Polens im September 1939 ihre Höhepunkte fand.

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Noch keine Feinde - die Außenminister Ribbentrop und Molotow im Gespräch

Berlin, 13. November 1940. Besuch des sowjetischen Außenministers Wjatscheslaw M. Molotow in Berlin. Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop gibt einen Empfang im Hotel "Kaiserhof".

Seit der Gründung der Sowjetunion 1922 versuchte deren Führung, offene Konfrontationen mit anderen Mächten zu vermeiden. Ihr Hauptziel war es zunächst, die UdSSR innenpolitisch zu festigen. Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, in dessen geheimem Zusatzprotokoll territoriale Absprachen getroffen wurden, sollte der deutschen Regierung den Rücken frei halten im Krieg gegen die Westmächte. Die UdSSR versprach sich Gebietsgewinne und den Schutz ihrer Landesgrenzen. Im Juli 1940 hatte dieses Abkommen für die NS-Regierung keinen Sinn mehr, da das ursprüngliche Vorhaben, die Niederwerfung Großbritanniens, vorerst gescheitert war. Reichskanzler Adolf Hitler ordnete die Planung des Überfalls auf die UdSSR an. Dieser Staat war für die Briten der einzig mögliche Bündnispartner und für das Deutsche Reich die einzige Bedrohung auf dem europäischen Festland. Durch einen Sieg über die UdSSR will Hitler auch die britische Regierung zu einer Kapitulation oder wenigstens einem Bündnisvertrag zwingen.
Chronik Jahresband 1941
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