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Was ist Gravitation?

Was die Welt im innersten zusammenhält ist physikalisch gesehen die Gravitationskraft. Der Volksmund nennt sie auch Schwerkraft oder Erdanziehung. Sir Isak Newton hat sie erstmals mit seinem Gravitationsgesetz beschrieben. Gravitation ist mit verantwortlich dafür, dass alles zu Boden fällt und wie durch einen ein Magneten am Boden gehalten wird. Menschen und Tiere brauchen Muskelkraft um sie zu überwinden. Flugzeuge haben dafür Düsentriebwerke. Und in der modernen Raumfahrt geht ohne den kraftvollen Schub von Raketen gar nichts. Je größer die Entfernung zur Erdoberfläche desto geringer der Einfluss der Gravitation. Schwerelosigkeit ist die Folge. Die Schwerkraft künstlich zu beeinflussen oder sogar aufzulösen - davon träumt die Wissenschaft schon lange. Eine Möglichkeit: Der sogenannte Gravitationsgenerator. In seinem Inneren befindet sich ein Metallring. Heruntergekühlt auf Minus 260 Grad Celsius, verliert das Metall seinen elektrischen Widerstand. Wird der Ring in Rotation versetzt, bewegen sich die Elektronen reibungslos im Inneren. Ein Kraftfeld entsteht, das der Schwerkraft entgegenwirkt. Je nach Geschwindigkeit - mal stärker mal schwächer. Vielleicht ein Weg den Gravitationskräften ein Schnippchen zu schlagen? Ob Planet, Mond oder Sonne, zwischen allen Himmelskörpern wirkt Gravitation. Sie ist die ordnende Hand im Sonnensystem. Eine Anziehungskraft, die in alle Richtungen gleich stark wirkt. Ähnlich wie ein Magnet zwingt sie Masse in eine rundliche Gestalt. Planeten und Sterne sind darum fast kugelförmig. Aber auch deswegen, weil sie im Inneren flüssig sind oder einmal waren. Denn in der Schwerelosigkeit des Alls bilden Flüssigkeiten aufgrund ihrer Oberflächenspannung immer eine Kugel. Auf der Erde lässt sich der Einfluss der Schwerelosigkeit mit dem sogenannten "Fallturm-Versuch" nachstellen. Dazu wird Wasser in ein Glas gefüllt. Allerdings so, dass noch Platz für Luft bleibt. Durch verschiedene Kräfte und die Oberflächenspannung des Wassers wird hier nicht das Wasser, sondern die eingeschlossene Luft zu einer Kugel. Da sie sich um ihre eigene Achse drehen, sind die meisten Planeten jedoch ein wenig abgeflacht. Genau wie ein Ball, der sich dreht, verformt sich auch der Planet. Somit ist der Durchmesser am Äquator größer als zwischen den Polen. Durch die Anziehungskraft des Mondes entstehen die Gezeiten, die die Erdrotation allerdings abbremsen. Ein Tag wird daher immer länger. Damit unsere Uhren aber weiterhin mit dem von der Sonne vorgegebenen Tagesverlauf übereinstimmen, muss regelmäßig korrigiert werden. Und zwar durch Hinzufügen einer sogenannten Schaltsekunde. Dennoch, die Erde wird sich noch lange weiterdrehen und die Gravitation wird das bleiben, was sie ist - die Kraft, die die Welt im Innersten zusammenhält.

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