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Warum schnurren Katzen?

Sie tun es, wenn sie sich wohl fühlen , sie tun es beim Schlecken, Liegen und Schmusen. Katzen schnurren - das weiß schon jedes Kind. Doch warum können sie das und andere Tiere nicht? Schnurren ist zweifellos das charakteristischste Geräusch einer Hauskatze - Besitzer lieben diesen Wohlfühllaut besonders, wenn der kuschelige Vierbeiner seine Streicheleinheiten bekommt. Kater oder Katze produzieren dabei offensichtlich mindestens ebenso viel Glücksgefühl beim Besitzer wie sie gerade selbst dabei empfinden. Das kann man nicht nur hören, sondern auch spüren. Der ganze Katzenkörper vibriert beim Schnurren - mit angeblich heilender Wirkung auch für den Menschen. Der Niedrigfrequenzbereich von 25 bis 50 Hertz ist gut für unsere Knochen und hilft Muskelverspannungen zu lösen. Doch warum Katzen nun schnurren können und ihre Artverwandten nicht, erscheint selbst manchem Experten bis heute rätselhaft. Ein Blick in die wilde Verwandtschaft hilft nur bedingt weiter, denn ein Tiger gibt zwar schnurrähnliche Laute von sich, allerdings nur beim Ausatmen. Auch die Geparden können katzenartige Geräusche von sich geben, aber so richtig schnurren , eher nicht. Wissenschaftler behaupten, dass Hauskatzen im Gegensatz zu Raubkatzen ein verknöchertes Zungenbein haben und deshalb beim Ein - und Ausatmen schnurren, während Raubkatzen dies nur beim Ausatmen gerade so hinbekommen. Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität in Wien sagen dazu, alles Unsinn: "Also das Schnurren entsteht im Kehlkopf. Das ist die Eingangsstelle in den unteren Atmungstrakt, der schließlich dann in die Lungen führt. Und der Kehlkopf besteht grundsätzlich aus ein paar Knorpeln, die miteinander verbunden sind, auch gelenkige Verbindungen gibt es hier. Und ganz wichtig, es gibt eine Reihe von Kehlkopfmuskeln und beim Schnurren werden diese Muskeln in Aktivität gesetzt und es entsteht eine rhythmische Abfolge von Lautäußerungen." Verantwortlich für das wohlige Knattern sind also die Kehlkopfmuskeln. Wie die Hauskatze dabei aber die vielen feinen Lautunterschiede produziert, ist noch nicht eindeutig geklärt.

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