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Traumberuf Tierpfleger

Kattas sind eine Affenart und ausgesprochen neugierige Gesellen, die besonders gerne süße Früchte verspeisen. Das macht sich Werner zu Nutze: Er will Kerstin, der neuen Auszubildenden, die Scheu vor den Lemuren aus Madagaskar nehmen. Werner Tenter, Tierpfleger: "Aber ich habe Dir trotzdem mal ein paar Weintrauben mitgebracht, dann kannst du Dich bei denen mal einschleimen. Aber das ist ne Ausnahme. Du machst jetzt erst mal Bekanntschaft mit den Kattas und wenn Du dann die neuen Freunde hast, dann darfst Du bei denen auch sauber machen. Okay. Komm, dann gehen wir mal hier rein." Freunde durch süße Früchte? Für einen saftigen Bestechungsversuch sind Kattas immer zu haben. Kerstin genießt den engen Kontakt, kennt aber auch schon die andere Seite des Jobs. Kerstin, Auszubildende Tierpflegerin: "Naja, das ist ja nicht nur Tiere füttern, man muss ja auch die Käfige sauber halten und Futter schneiden. Also da gehört auf jeden Fall mehr dazu, als nur Tiere füttern und streicheln. Das ist jetzt wirklich hier eine Ausnahme." Werner Tenter, Tierpfleger: "Die sollen ja auch so ein bisschen Gefühl für die Tiere bekommen. Und vor allem, falls sie Angst haben, was ich mir allerdings bei den Kattas nicht vorstellen kann, dass sie auch die Angst verlieren. Dann haben sie wenigstens schon mal Kontakt zu den Tieren und verlieren dann auch die letzte Scheu. Wenn einer sehr nervös ist, dann überträgt sich das auch auf die Tiere. Man merkt schon, wie einer mit Tieren umgehen kann, ob der ein Gefühl dafür entwickelt, was mache ich da jetzt, warum habe ich das Tier erschreckt? Man merkt das schon. Und das sollte man zum Beispiel vermeiden, wenn man Tierpfleger werden will, einfach hektisch auf ein Tier zuzugehen, irgendwelche hektischen Bewegungen zu machen. Und das sind Sachen, die man dann auch erkennt. Und wo man dann sagt, das hast Du verkehrt gemacht oder das musst Du anders machen." Kerstins erster Arbeitseinsatz im Affenhaus: Sauber machen! Hartmut Bolz, Tierpfleger: "So, das dürfte ja kein Problem sein. Dann gehe ich rüber ins Giraffenhaus. Du kannst hier sauber machen. Nach Möglichkeit die Affen nicht laufen lassen. Also immer vorher schön gucken und was auch wichtig ist, gucken, ob keiner hier oben auf der Tür sitzt und du dem nachher aus Versehen die Finger oder den Schwanz einklemmst. Immer schön aufpassen. Fenster nachher aufmachen? Ja, kannst Du machen, nachdem Du hier fertig bist. So, ich bin dann drüben." Voller Elan macht sich Kerstin ans Werk. Die Kattas sehen ihr neugierig zu. Drei Jahre wird die Ausbildung zur Tierpflegerin dauern. Kerstin, Auszubildende Tierpflegerin: "Mein Traumberuf ist es auf jeden Fall und es ist erst mal ein super tolles Angebot, dass ich hier mein Praktikum machen durfte. Und dann noch das Glück zu haben, im Traumberuf direkt eine Ausbildung zu kriegen, ist schön." Kerstin weiß durch ihr Praktikum genau, was im Zoo auf sie zukommt. Tierpflege- ein harter Job zwar, für Tiernarren wie sie trotzdem ein Traumberuf.

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