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Tierversteigerung

Ein Nashorn gefällig? Im Kwa Zulu Natal Park in Südafrika kommen diese starken Kerle unter den Hammer. Sie werden hier nur kurze Zeit festgehalten. Die meisten Bieter haben eine Wildfarm mit viel Auslauf. Ein paar tausend Hektar Land sind Voraussetzung, um bei der Wildtierauktion mitmachen zu können. 1.500 Tiere sollen heute hier den Besitzer wechseln. Die Auktion ist die größte in Afrika, mit dem besten Ruf und den höchsten Preisen. Leana hofft einen guten Fang zu machen, sie ist auf der Suche nach einer Partnerin für ihren einzigen Bullen. Leana Oosthiuzen, Farmbesitzern: "Wir hoffen hier ein Schnäppchen machen zu können. Wegen der Dürre in Südafrika, glaube ich, sind die Preise für Wild ziemlich unten." Die Nationalparks Südafrikas platzen aus allen Nähten. Unter staatlicher Aufsicht vermehren sich die Tiere rasch, das Futterangebot wird inzwischen knapp. Über die Auktion wird aussortiert. Im Angebot - auch Giraffen. Verkauft werden Jungtiere, ausgewachsene Giraffen wären nicht transportfähig. Die Gehege werden mit Musik beschallt, nichts anderes soll Tiere in Gefangenschaft so zur Ruhe bringen wie die aktuelle Hitparade. Sind Tierversteigerungen also ein cleveres Konzept? Jeff Gaisford, Parkverwalter: "Das Geld, das wir für die Kerle hier bekommen, fließt wieder zurück in die Naturparks der Provinz. Damit sichern sie direkt die Zukunft der Art. Ein doppelter Effekt, denn sie vermehren sich hoffentlich auch in ihrer neuen Heimat." Und dann ist es soweit, wer hier nicht aufpasst, verliert schneller den Überblick, als der Hammer fällt. Leana hat Glück, sie hat den Zuschlag für eine Nashorndame erhalten. Beim letzten Tageslicht besucht sie ihren Neuerwerb, ihr Nashorn. Einen Namen für das Tier hat Leana noch nicht, aber große Pläne. Sie will zukünftig Nashörner züchten.

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