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Tierschutz in Kenia

Weit über 10 Prozent der Staatsfläche Kenias sind Naturreservate. Auch die fruchtbare Laikipia-Hochebene gehört dazu. Dieses Naturreservat ist kein staatlicher Nationalpark, sondern ein privat organisiertes Schutzgebiet, in dem Mensch und Tier gemeinsam leben. Simon Kenjaga ist Clanchef der stolzen Massai. Immer ist er unterwegs im Land der Ahnen zum Wohle seines Volkes, und zum Schutz des Paradieses, in dem sie leben. Er versucht den Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Telefonat Anfang frei stehen lassen. Viele Männer aus den umliegenden Massai - Dörfern unterstützen als Ranger das Naturschutz-Projekt. Sie gelten als die besten Wildhüter des Landes. Dank ihrer Naturkenntnisse und ihrer schnellen Wahrnehmung. Früher lebten viele von der Jagd, heute schützen sie die Tiere vor Wilddieben, eine große Umstellung. Mehrere Wochen lang tauchen diese Männer im Busch unter. Die Ranger leben unter einfachsten Bedingungen, aber mit modernster Technik. Im Notfall können sie über Funk Hilfe holen, stehen mit dem Hauptquartier immer in Kontakt. Es herrscht Alarmbereitschaft. Wilderer sind bereits im Nachbarrevier. Obwohl die Elefantenjagd schon lange verboten ist, blüht der Schwarzmarkt für Stoßzähne. Nach 2 einsamen Wochen im Busch kommt hoher Besuch. Chief Simon Kenjaga möchte wissen, wie es seinen Leuten geht. Sie lieben ihren Job, erzählen sie, aber sie fürchten sich vor den langen Nächten im Busch. Simon kennt die Sorgen, jährlich kommen etwa 100 Menschen durch Angriffe von wilden Tieren um. Simon Kenjaga, Clanchef der Massai:? "Ich warne meine Leute, dass sie Nachts nicht herumlaufen sollen. Wegen der Büffel, Elefanten und Löwen. Zwei meiner jungen Leute sind von Elefanten getötet worden, da waren wir sehr betroffen. Nach Sonnenuntergang ist es gefährlich, draußen zu sein." Das Schutzgebiet der Massai ist das größte Reservat für das Grevy-Zebra. Es unterscheidet sich von seinen Zebrabrüdern durch feinere Streifen und einen weißen Bauch. Ohne Schutz soll es in 50 Jahren ausgerottet sein. Die Massai, die stolzen Krieger Kenias, waren bislang bekannt dafür, dass sie an alten Lebensweisen festhalten. Doch in punkto Tierschutz sind sie vielen anderen Völkern voraus.

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