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Sturm über dem Bosporus

Das heutige Istanbul, Nahtstelle zwischen Europa und Asien. Eine Stadt die einiges erlebt hat: Vor 700 Jahren hieß Istanbul noch Konstantinopel. Die Metropole am Bosporus war die Residenz christlicher Herrscher. Gewaltige Mauern schützten die damals größte Stadt der Christenheit. Zeugnis der glanzvollen Epoche gibt die Kirche Hagia Sophia - die Heilige Weisheit. Sie war auch Symbol für den Anspruch der Kaiser Konstantinopels, die sich als Hüter des wahren Christentums verstanden. Bis zur Errichtung des Petersdoms über 1000 Jahre später ist diese Kirche der größte Kuppelbau der Welt. Statement Alexander Demand "Die Stadt war lange Zeit bedeutendste Stadt Europas." Nur wenige Schätze haben die Zeiten überdauert, aber sie sind Beweise einer erlesenen Kultur. Doch Mitte des 15. Jahrhunderts sind die Tage der Stadt des Christentums gezählt. Die Nachfolger des Fürsten Osman, der Teile des Gebietes der heutigen Türkei regierte, sind zu mächtigen Herrschern im Orient aufgestiegen. Besonders Sultan Mehmet will den "Goldenen Apfel", wie die Osmanen Konstantinopel nennen, pflücken. Konstantinopels Mauern haben schon einigen Anschlägen von Mehmets Vorfahren getrotzt, doch er hat ein Ass im Ärmel: Eine Kriegsmaschinerie, die die Welt so noch nicht gesehen hat. Statement Dr. Klaus Reinhardt General a.D. "Mit einer großen Kanone haben sie immer wieder riesige Steinkugeln auf die gleiche Stelle geschossen. Damit haben sie die Mauer zermürbt und zum Einsturz gebracht, um über diese Bresche in die Stadt einbrechen zu können." Konstantinopel fällt in die Hände des Osmanischen Reiches. Die größte Stadt der Christenheit ist nun in islamischer Hand, die Hagia Sophia wird zur Mosche. Schrifttafeln preisen jetzt Allah und den Propheten Mohammed.

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