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Stets zu Diensten

Ivor Spencer hat die renommierteste Butlerschule Englands aufgebaut. Hier kommt es aufs Detail an. Freistehend: "Sie begrüßen mich jetzt mit einer tiefen Verbeugung, denn ich bin ein VIP. Also merken Sie sich, einen Normalsterblichen grüßen Sie mit einem Kopfnicken, einen VIP oder Ihre Herrschaft mit einer tiefen Verbeugung." Damit "His Lordship" sich nicht mit Druckerschwärze beschmutzt, wird die Zeitung gebügelt. Ivor Spencer kennt seine Pappenheimer. "Er hatte dieses Boulevardblatt "The Sun" vor sich, Seite 3 mit den Nacktfotos, wirklich wahr, er war ein pfiffiges Kerlchen." Die wichtigste Lektion lautet: Loyalität zum Herrn. "Ich komme also rein und sehe aus dem Augenwinkel eine zweite Person im Bett. Aber ich ignoriere das. Der Butler ignoriert die Personen im Bett, es sei denn, er wird angesprochen. Wir sind hier nicht die Moralapostel, wir sind Hausangestellte. Also Alec, Sir, wann wünschen Sie ihr Bad? Und beim Rausgehen heben sie die Kleidung auf. Chris, sie sind dran." Böse Zungen behaupten: Überall auf der Welt heißt der Butler Diener - nur in England verdient er den Namen Butler. Wer den 6-wöchigen Kurs bei Ivor Spencer absolviert hat, findet daher ziemlich sicher einen Job. "Alex, ich habe nicht gefrühstückt, ich habe einen wahren Heißhunger. Nehme ich zu viel? Auf keinen Fall, Sir. Ist auch genug für alle da? Selbstverständlich. Ich will nicht gierig wirken, aber ich hasse Verschwendung. Und wann wird das Dinner serviert? Um 7 Uhr, Sir. Und was gibt es zum Dessert? Zitronenkuchen, Sir. Die Blumen, sind die auch essbar? Wenn Sie wünschen, Sir. Sicher? Ja dann bringen Sie mir noch etwas Brot, bitte. Sehr wohl, Sir. Das war sehr gut, Alex, sie haben nicht gelacht, mich nicht in Verlegenheit gebracht." Der persönliche Butler ist das ultimative Statussymbol einer ernsthaft reichen Person. Ivor Spencer sagt, gewöhnliche Millionäre leisten sich selten einen Butler. Wer bei wirklich reichen Leuten arbeiten will, muss Haltung bewahren können. Eine Übung auf dem Weg dorthin: das Glas auf dem Kopf zu balancieren. Denn der "britisch trained butler" ist eine andere Liga. Zumindest nach dem Training bei Ivor Spencer.

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