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Stachelrochen auf Moorea: Bei Fütterung gefahrlos

Tahiti und seine Nachbarinsel Moorea bieten einem Touristen wohl all das, wovon dieser in einem Urlaub träumt. Eine faszinierende Landschaft, Palmenwälder, wundervolle Strände und ein Meer voll von großartigen Unterwasserlandschaften mit ihren faszinierenden Bewohnern. Die Strände werden von den die Inseln umgebenden Riffen geschützt und schon hier im Flachwasser warten ein paar besondere Bewohner der Unterwasserwelt. Sie sind geschickte Jäger, perfekt getarnt und schwer bewaffnet zum Schutz vor Angreifern: Die Stachelrochen. Viele Rochen sind in erster Linie Bodenbewohner, wo sie durch ihr flaches Äußeres gut getarnt sind. Zudem graben sie sich gerne in den Sand ein, so dass nur noch ihre Augen heraus schauen. Die meisten Unfälle, von denen hunderte im Jahr vorkommen, passieren, wenn Menschen auf sie treten. Für Schwimmer und Taucher besteht dagegen kaum Gefahr.Die Rochen sind mit den Haien eng verwandt. Wie auch diese besitzen sie keine Knochen, sondern haben ein Skelett aus Knorpel, gehören also zu den Knorpelfischen.Bei ihnen sind die Brustflossen stark vergrößert und flügelähnlich und auch ihre Bewegungen erinnern eher an Vögel als an Fische. Stachelrochen haben einen schlechten Ruf. Aber solange sie sich nicht bedroht fühlen, sind sie ungefährlich. Gefährlich wird es, wenn ein Rochen blitzartig mit seinem Schwanz peitscht und den Stachel am Schwanz in das Opfers schlägt, es ist also kein Angriff sondern Verteidigung.Der Stachel ist flach, spitz, mit Widerhaken an den Rändern versehen und kann tiefe oder lange Wunden schlagen. Im Gewebe um die Stacheln befinden sich zudem Giftdrüsen. Eine perfekte Waffe, denn durch das Zurückziehen des Stachels vergrößern die Widerhaken die Wunden und reißen sie weiter auf. Dabei gelangt dann zusätzlich das Gift in der Wunde.Ein Treffer direkt in die Brust ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich.Die Rochen bei Moorea sind allerdings schon lange nicht mehr auf natürliche Weise auf die Jagd gegangen. Sie werden von den Menschen gefüttert. Als Touristenattraktion können dann die Urlauber die Stachelrochen aus nächster Nähe erleben. Da die Tiere genau wissen, dass sie ein Leckerbissen erwartet, verstecken sie sich nicht im Sand. So besteht auch keine Gefahr für die Touristen, auf sie zu treten. Wo Rochen leben, sollten Badende langsam, die Füße dicht über den Boden schleifend, bis ins tiefe Wasser gehen. Die Rochen verschwinden dann rechtzeitig. Diese Rochen haben sich bereits so an die Sonderbehandlung durch die Menschen gewöhnt, dass sie nicht mehr jagen sondern auf die Touristen warten. Hier sind die großen Stachelrochen nur noch interessante Haustiere.

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