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Spielzeit im Otterbecken

Maldito und Armana kommen eigentlich aus Südamerika. Die beiden Riesenotter haben sich aber schon sehr gut im Duisburger Zoo eingelebt. Kein Wunder, denn ihre Pfleger Klaus Sommer und Patrick Koch tun einiges dafür, dass sich die Tiere wohlfühlen. Am liebsten spielen die Otter mit einem Ball, allerdings könnten sie den verschlucken und dadurch krank werden. Deshalb gibt's heute eine andere Überraschung - Honigmelonen. Die Riesenotter fressen fast nur Fisch - die Melonen sorgen aber dennoch für Spaß im Becken. "Die benutzen alles, um damit zu spielen, um sich irgendwie zu beschäftigen, einfach nur, weil es interessant ist. Um das einfach zu erkunden. Daran merkt man schon, dass sie sehr verspielt sind. Dass sie alles erkunden müssen, was es auf dieser Anlage gibt oder allein auch, was ins Wasser fällt. Leider erkunden sie auch das, was von Besuchern reingeworfen wird. Aber sie fressen es nicht. Also sehr pflegeleichte Tiere im Umgang mit Beschäftigungsmaterial. Diese Honigmelone kannten sie noch nicht, die spielen damit, beißen sie kaputt. Und jetzt, würde ich sagen, haben sie eine viertel Stunde was zu tun, weil das Gebiss doch sehr stark ist und sie die Melone schon ziemlich zerfetzt haben. Aber ich glaube, ihr Hauptziel ist es, diese Honigmelone einfach nur zu zerstören, so wie es aussieht, macht es ihnen sehr viel Spaß." Riesenotter können knapp 2 Meter lang werden. Ihren Schwanz benutzen sie als Ruder. Wahrscheinlich sind sie deshalb so gute Schwimmer und Taucher. "Hier ist wirklich immer Leben drin und das ist schön anzuschauen, denn die Tiere nutzen die Anlage wirklich komplett aus. Und das ist einfach schön zu sehen, dass sie die Anlage so komplett angenommen haben und so komplett nutzen. Ein Traum für jeden Tierpfleger. Oder? Ja, das ist mit die schönste Anlage, wenn man so sieht hier. Grün, Land. Schön. Die haben alles. Und fühlen sich auch wohl." Es ist aber nicht nur die Anlage. Armana und Maldito verstehen sich einfach gut. "Sie ist nun drei, er ist ein Jahr alt. Aber passen sehr gut zusammen. Die spielen zusammen nur, ne? Ja. Den ganzen Tag sind die zusammen. Schlafen, also wirklich alles zusammen. Die machen alles zusammen. Das habe ich auch noch nicht erlebt."  "Das Schreien interpretiere ich jedenfalls so,: Wir haben die Honigmelone gehabt, da war keine Belohnung drin, die wir fressen konnten, jetzt gebt uns was, damit wir uns noch beschäftigen können oder gebt uns noch mal was zu fressen oder so was. Also die fordern uns jetzt schon heraus, dass wir denen noch mal was ins Wasser schmeißen." Geht es nach den Riesenottern, kann gar nicht genug los sein. Und bieten die Tierpfleger keine Abwechslung mehr, dann beschäftigen sich die Wassersportler eben wieder mit sich selbst.

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