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Social Gaming

Das Spiel Farmville hat auf Facebook das Landleben ausbrechen lassen. Millionen Nutzer pflügen mit, Klick für Klick. Bill Mooney, Farmville-Developer: "In Farmville baut man Getreide an, züchtet Tiere und stattet seinen Bauernhof so aus, wie man es mag. Dann hilft man seinen Freunden und ackert zusammen." Mit Freunden spielen, mit denen man eh schon auf Facebook verbunden ist. Damit lockt Zynga die Millionen auf die Internetplattform. Aber die Technik des sozialen Netzwerks gibt den Spieleentwicklern auch einen nie gekannten, direkten Draht zu den Spielern. Bill Mooney, Farmville-Developer: "Wollen Leute lieber einen Hasen oder eine Kuh? Wir erfahren das genau aus den vielen Nutzerdaten, die wir einsehen. Unser Nutzer melden sich auch zurück und sagen, was sie haben wollen. Das ist ein anderes Modell der Entwicklung eines Computerspiels. Früher habe ich lange ein Spiel entwickelt und gehofft, dass die Leute es mögen. Hier entwerfen wir ein Spiel mit Elemente aus denen Nutzer ihr eigenes Spiel bauen. So wie sie es in traditionellen Spielen nicht können. " In nur 3 Jahren hat Zynga neben Farmville über 20 weitere Spiele für soziale Netzwerke entwickelt und damit vor allem Nutzer erreicht, die zuvor nicht gespielt haben. So ist ein wahrer Massenmarkt aus dem Nichts entstanden. Die Spiele sind kostenlos. Die Firma geht dennoch nicht leer aus. Vish Makhijani, Geschäftsführer Zynga: "Wir verdienen unser Geld damit, dass Spieler für virtuelle Güter zahlen. 90% unserer Einnahmen rühren daher, dass Spieler dafür zahlen, dass sie entweder ihre Aktivitäten so beschleunigen können oder sich ein spezielles Objekt für ihr Spiel kaufen. Sie zahlen per Kreditkarte oder mit anderen Kaufoptionen." Zu den anderen Optionen gehören Drittanbieter. Ein Beispiel: für Farmcash gibt es ein Buchclub-Abo. Bis vor kurzem waren auch unlautere Firmen dabei, das soll jetzt vorbei sein. Andrew Askew hat dennoch das Spiel beendet, sein Feld liegt brach. Ihn nervten die ständigen Farmville Nachrichten. Andrew Askew, Facebook-Nutzer: "Wenn man spielt, wollen sie ständig, dass man Geschenke an Freunde oder Nachbarn aus dem Spiel verteilt oder Leute einlädt, die noch nicht spielen. Sie wollen einfach immer mehr Leute ins Spiel bringen." Eingebautes Marketing: jeder Spieler bringt dutzende neue Spieler an den Tisch, wie bei Mafia Wars. In dem Game bekriegen sich Unterweltbosse per Mausklick. Scott Koenigsberg, Mafia Wars-Developer: "Man stirbt nie wirklich, das Spiel hört nie auf. Die Idee ist, dass man eine alternative Realität schafft und während wir Erweiterungen und neue Mafiastädte anbieten, schaffst du daraus deine eigene Fantasiewelt. Es ist eine nie endende Geschichte und je mehr Freunde du hast, umso Variationsreicher wird das Spiel." Für den Moment hat Zynga wohl das erfolgreichste Spiele-Konzept im Social Gaming gefunden.

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