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So macht man...Puzzles

Puzzles - Ein Spiel, das nicht nur Kinder lieben. Erwachsene puzzlen gerne Schlösser und Burgen, wie hier das Schloss Neuschwanstein. Siglinde Nowak, Produktmanagerin Ravensburg: "Die ist zwischen 20 und 49, aus allen Schichten und allen Interessensbereichen, das ist die Managerin gleich wie die Hausfrau." Um ein Puzzle herzustellen, muss zuerst das Fotopapier mit dem gewünschten Motiv bedruckt werden. Kaum ein Motiv ist nicht denkbar als Puzzelspiel. Ein Mitarbeiter kontrolliert anschließend, ob die Farbe des Druckes mit der Vorlage übereinstimmt. Damit das Puzzle richtig stabil wird, klebt eine Maschine eine Lage Pappe unter den Bogen mit dem Fotomotiv. Dabei ist die richtige Menge Kleber entscheidend. Nach dem Kleben muss der Fotokarton erst einmal zwei Tage austrocknen. Es ist sehr wichtig, dass kein Puzzleteilchen dem Anderen gleicht. Die Hersteller arbeiten daher ständig an der Optimierung der so genannten Nasen. Florian Knell, Geschäftsführer Technik: "Es geht im Grunde genommen darum, die Puzzlenasen mit dem entsprechenden Gegenteil so zu verlocken, wie wir es nennen, so zu verhaften, dass hinterher das Puzzle auf der einen Seite schön eben liegt, und auf der anderen Seite perfekt zu dem anderen Teil passt. Und da spielt die Form der Puzzlenase inklusive des Gegenstücks eine ganz entscheidende Rolle." Die Form von Puzzelnase und Gegenstück sind also entscheidend für den Puzzelspaß. In der Herzkammer einer Puzzlefabrik entstehen die Stanzwerkzeuge. Tausende verschiedene Teilchen hat der Werkstattchef dafür von Hand vorgezeichnet, und anschließend die Stahlbänder nach der Vorlage gebogen. Wie er das genau geschafft hat: Betriebsgeheimnis. Die gebogenen Stahlbänder klopft er anschließend haargenau in die vorgefrästen Rillen. Bei der Puzzleherstellung gehen Handarbeit und High-Tech Hand in Hand. In einem nächsten Schritt kommen weiche Puzzleteilchen aus Gummi in die gestanzten Zwischenräume. Florian Knell, Geschäftsführer Technik: "Die eingefrästen Gummiteile haben eine technische Funktion. Sie müssen sich vorstellen, bei der Produktion von Puzzles wird mit hohem Druck das Werkzeug in die Pappe hinein gepresst, die Gummiteile sorgen hinterher dafür, dass das eingestanzte Material hinterher wieder ausgeworfen wird, so dass sie aus dem Werkzeug hinaus kommen und keine Puzzleteile hinterher im Werkzeug verbleiben." Ein Fantasy-Motiv wartet auf die Stanzung, die Frau mit dem Wolf. Mit einem Gewicht von tausend Tonnen werden die Puzzleteilchen ausgestanzt. Aus einem Foto werden tausend Teilchen, die ohne Umweg in einer Plastiktüte landen. Denn unvollständige Puzzles sind der Alptraum eines jeden Herstellers. Die Tüte kommt dann nur noch in den dazugehörigen Karton - fertig. 1200 zerlegte Motive werden pro Schicht verpackt - und warten nur darauf, von geduldigen Händen wieder zusammen gesetzt zu werden. Siglinde Nowak, Produktmanagering Ravensburger: "Im Moment erkennen wir einen Trend draußen bei unseren Puzzlerinnen, dass das Thema Fantasy ein ganz starkes Thema ist, die Wolfsfrau, das ist ein sehr verträumtes Motiv, da sind sehr viele Details drin, und die Puzzlerinnen können sich sehr gut mit solchen Traumwelten identifizieren." Egal ob Fantasy oder Neuschwanstein - 10 Millionen Puzzlefans allein in Deutschland können nicht irren: Puzzle ist zeitlos und "in".

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