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So macht man... Zahnpasta

Schön frisch sieht er aus - der mintgrüne Streifen in der Zahnpasta. Doch bevor der in die Tube kommt, sind erstmal die Forscher am Werk. Entwickelt werden der grüne Streifen und das weiße Drumherum in einem Labor. Neben der reinigenden und pflegenden Wirkung für die Zähne besonders wichtig: Der Geschmack des grünen Streifens. Erst wenn auch der stimmt, kommt die Paste in die Produktion. Wie beim Kuchenbacken werden alle Zutaten exakt abgewogen. Michael Knauer von Dr. Scheller Cosmetics "Wir haben hier bestimmte Rohstoffe, die in die Zahncreme rein müssen, wie zum Beispiel Zinkchlorid oder Farbpigmente, in diesem Fall blau und gelb. Damit wir eine grüne Zahncreme erhalten, müssen diese Rohstoffe in den Mischer über's Mannloch zugegeben werden" Der Computer weiß milligrammgenau, wie viel von welcher Zutat in die Streifenpaste gehört. Es sind exakt 15 Bestandteile, die vermischt werden, wie zum Beispiel Süßstoff und flüssiges Aroma für den frischen Minz-Geschmack. Sobald die Trommel fest verschlossen ist, kommt das wichtigste hinzu: Der Putz-Stoff. Dieser besteht aus synthetisch hergestellter Kiesel-Säure. Jetzt wird alles noch gut gerührt und fertig ist die bunte Paste. Und was ist nun das Besondere an dem farbigen Streifen? Enthält er doch noch spezielle und geheime Wirkstoffe? Weit gefehlt! Gut schmecken soll er, gut riechen. Und gut aussehen. Brigitta Casagranda Dr. Scheller Cosmetics "Streifen sind deswegen wichtig, weil sie dem Verbraucher eine bestimmte Wirkung signalisieren sollen. Grüne Streifen stehen hier für Natur und für Kräuterextrakte." Nach einer Stunde im Mischer ist alles fertig und der Tank wird gefüllt mit 1.200 Kilogramm frisch zubereiteter Zahncreme. Eine kleine Probe davon kommt ins Labor, denn bevor das Grün zum Weiß in die Tube darf, muss es noch den Glibber-Check bestehen. Dieser zeigt, wie flüssig die Paste geworden ist. Test bestanden! Jetzt muss die Creme einen Tag lang ruhen. Dann geht's langsam in Richtung Tube. Aber: Wie kommen die Streifen denn nun dazu? Leichter als gedacht: Michael Knauer Dr. Scheller Cosmetics "Hier werden die Streifen gemacht. Das heißt: Wie fahren mit einem Füllrohr in die Tube hinein und erst in der Tube treffen sich dann die Weiß-Grün oder Weiß-Blau." Das also ist das Geheimnis: Das Füllrohr. Die Tuben werden jetzt noch am oberen Rand verschweißt und fertig ist die Zahncreme. Der Roboter verpackt davon über 50 Millionen Stück pro Jahr. Das sind 7.500 Tonnen Zahnpasta. Am Ende wird noch geprüft, ob die Streifen gleichmäßig aus der Tube kommen. Das Auge putzt schließlich mit. Und wer ganz fest daran glaubt, dass die grünen Streifen die Zähne ganz besonders sauber machen, dem macht das Putzen vielleicht gerade deshalb so viel Spaß.

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