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Silizium

Unter diesen Bergen lagert ein Stoff, der die Erzeugung von Solarenergie künftig kostengünstiger machen kann. Der Tana Steinbruch in Norwegen, unweit des Nordkaps. Hier wird Quarz gefördert. Das Mineral Quarz besteht zu 99 Prozent aus Silizium. Einem der wichtigsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts: Silizium steckt in jedem Computer oder Handy und natürlich in Solarzellen.Trond Brendan-Veisal ist Geologe. Er ist auf der Suche nach Steinen, die eine besonders geringe Verunreinigung aufweisen. Trond Brendan-Veisal, Geologe:"Wenn das Rohmaterial besonders rein ist, ist der weitere Reinigungsprozess des Siliziums weniger aufwendig. Das heißt, dass die Kosten dann beträchtlich sinken."Obwohl das Silizium in den Steinen hochkonzentriert ist, muss es für die Weiterverarbeitung in energieaufwendigen und teuren Verfahren gereinigt werden. In dieser Fabrik in Kristiansand werden die reinen Quarzsteine zu hochreinem Silizium verarbeitet. In einem Hochofen wird das Gestein bei über 4.000 Grad Celsius geschmolzen und das Silizium weiter gereinigt. Der Prozess verläuft ähnlich wie bei der Stahlherstellung. Das flüssige Gestein wird deshalb auch als metallurgisches Silizium bezeichnet. Die physikalischen Eigenschaften entsprechen jedoch nicht denen von Metallen, sondern denen von Halbleitern. Deren elektrische Leitfähigkeit kann durch das Zusetzen weiterer Stoffe gezielt beeinflusst werden. Ein Effekt, der für die Stromerzeugung in einer Solarzelle von großer Bedeutung ist. Nach weiteren Reinigungsschritten hat das metallurgische Silizium einen Reinheitsgrad von 99,99999 Prozent. Trond Brendan-Veisal, Geologe:"Es ist schon etwas besonderes, diesen Barren in der Hand zu halten. Ich habe diesen Platz gefunden und ich habe ihn die ganze Zeit über die Mine bis zur Produktion bis hierher begleitet." Ausgerechnet am Polarkreis lagert das für die Solarproduktion so hochwertige Silizium. An jenem Ort wo die Sonne zwei Monate im Jahr nicht zu sehen ist.

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