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Satelliten

Der Weltraum, unendliche Weiten. Man könnte meinen, da sei auch genug Platz für unzählige Satelliten. Doch weit gefehlt. Mittlerweile umkreisen immer mehr davon die Erde. Das macht es langsam richtig schwierig neue in den Weltraum zu schießen. Vor allem inaktive Satelliten, der so genannte Weltraumschrott, erschwert den Raumfahrtbehörden die tägliche Arbeit. Das Risiko für einen Zusammenstoß wird immer größer. Satelliten umkreisen die Erde auf unterschiedlichen elliptischen Bahnen. Ihre Geschwindigkeit hängt von der Größe der Ellipse und der Entfernung zur Erde ab.  Erklären lassen sich die Satellitenbahnen mit einem Wurfexperiment. Bei niedriger Wurfgeschwindigkeit trifft der Ball nach kurzem Flug auf den Boden.  Bei höherer Geschwindigkeit fliegt der Ball einen größeren Bogen. Erst ab einer Wurfgeschwindigkeit, die etwa 10mal so groß ist wie die Erdrotation, entsteht eine kreisrunde Flugbahn. Satelliten bewegen sich meist noch schneller, deshalb wird ihre Flugbahn zu einer Ellipse. Dank der Erdanziehungskraft bleibt der Satellit auf seiner Bahn. Die Flughöhe richtet sich nach der Aufgabe des Satelliten: Spionagesatelliten zum Beispiel fliegen oft so tief, dass sie Reibung mit der Erdatmosphäre haben. Dies kann ihre Lebensdauer auf nur wenige Monate beschränken. Eine ganz spezielle Satellitenbahn ist die geostationäre: auf ihr kreisen entlang des Äquators viele Fernsehsatelliten. Neue Satelliten werden in der Regel in östlicher Richtung, also mit der Erdrotation ins All geschossen. Die Rotation schafft zusätzlichen Antrieb und spart somit Energie ein. Einmal oben lebt jeder Satellit gefährlich, denn ständig besteht die Gefahr einer Kollision mit Weltraumschrott oder anderen Satelliten. Einige Experten gehen davon aus, dass der Weltraumschrott in den letzten Jahren so stark zugenommen hat, dass er für die Raumfahrt eine größere Gefahr darstellt als die Start- und Landephase. Damit es nicht knallt, werden in den Raumfahrt-Kontrollzentren Ausweichmanöver mit einzelnen Satelliten  durchgeführt. Dafür muss man mit ihnen in Kontakt treten und ihre Flugbahn ändern. Das gelingt per Funk.  Der Empfang auf der Erde erfolgt mit riesigen Antennen, sie können einen Durchmesser von bis zu 70 Metern haben. Eine Zukunft ohne Satelliten oder Raumsonden ist wohl kaum vorstellbar, mit ihnen überwachen und erforschen wir unsere Erde und begeben uns auch auf die Suche nach neuem Leben. Denn noch gibt es sie,  die unendlichen Weiten.

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