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Reis aus Italien

Italien ist der größte Reiserzeuger Westeuropas. Die meisten Anbaugebiete liegen im Piemont. Reisbauer Antonio ist bekannt für seinen hochwertigen Reis. Sein Geheimnis: Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem: Antonio, Reisbauer: "Wir haben diese Kanäle zur Wasserableitung und für die Pflanzenschutzmittel angelegt. Außerdem geben wir Fische hinein. Und wenn der Reis schließlich reif ist, leitet man darin das Wasser wieder ab und legt die Felder trocken."Mindestens 10 Zentimeter gleichmäßige Wasserhöhe braucht der Reis um zu wachsen: Antonio, Reisbauer: "So, der Wasserstand scheint mir in Ordnung zu sein, Jetzt machen wir hier zu und leiten das Wasser in das untere Feld um. Geht mir mal zur Hand." Die Felder plan anzulegen, ist die größte Kunst des Reisanbaus. Eigentlich ist der Reis keine Wasserpflanze. Das Wasser dient lediglich dazu, die Tag- und Nachttemperaturen auszugleichen. Und schützt damit die empfindlichen Pflänzchen vor zu großen Temperaturschwankungen. Nach der Ernte lagert das "Weiße Gold" in dieser Scheune. Antonio behält seinen Reis so lange, bis die anderen Scheunen leer sind. So erzielt er höhere Preise. Mit einer Hand voll Baldo, so heißt diese Reissorte, macht sich Antonio auf den Weg nach Novara. Zur Reisbörse. Die goldenen Zeiten des Reisanbaus in Europa sind aber vorbei. Nach dem Fall der Handelsgrenzen drücken Asiaten mit Niedrigpreisen auf den Europäischen Markt. Im Reis-Bauernverband holt sich Antonio das Qualitätszertifikat. Der Reis wird dabei nach Größe und Länge der Körner klassifiziert. Die Körner des Baldo sollen mindestens 5,2 mm lang sein. Von 100 Gramm bleibt nach dem Schroten und Sieben eine Ausbeute von 60 Gramm. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. An der Reis-Börse trifft Antonio seinen Agenten, der für ihn mit einer großen Exportfirma verhandelt. 60 Prozent des in Italien produzierten Reis werden exportiert. Auch der von Antonio. Der Reisbauer verkauft seinen Reis ungemahlen, behält nur einen kleinen Teil für den Eigenbedarf. Wenn bei Antonio zuhause Reis auf den Tisch kommt, hat er ihn in einer kleinen Mühle mahlen lassen. Unermüdlich arbeiten die Maschinen. In der Reismühle wird der Reis von seinem äußeren Mantel befreit. Und bis auf seinen weißen Kern geschält. Wie der Reis nach Italien kam, weiß man nicht so genau. Man vermutet, dass die Mauren den Reisanbau nach Spanien brachten und Ende des Mittelalters führten ihn die Spanier nach Italien ein. Antonio ist mit seiner Ausbeute zufrieden. Stolz trägt er die Früchte seiner Arbeit mit nach Hause.

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