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Patrouille auf See

Die Ostsee, südlich von Fehmarn, Abend-Dämmerung. Einsatz für die Küstenwache. Im Visier: Ein russischer Frachter. Kommandant Frank Rugatti meldet sich über Funk. Frank Rugatti, Küstenwache "Good afternoon, Sir." Er fragt die Crew-Anzahl und deren Nationalität ab. Frank Rugatti, Küstenwache "My question is, how many crew-members do you have on board." Elf russische Seeleute sind an Bord. Frank Rugatti, Küstenwache "Nationality Russia, Russia." Dann gibt er Anweisungen, wie sich die Mannschaft zu verhalten hat. Bei den alten Frachtern noch aus Sowjetzeiten schauen die Beamten genauer hin. Rund 1.000 dieser "Boardings" führen die Beamten im Jahr durch. Routine, und doch wissen die Polizisten nie, was sie auf den fremden Schiffen erwartet. Bei den "Boardings" herrscht Waffenpflicht. Glücklicherweise kamen sie in den letzten Jahren nicht zum Einsatz. Freundlich, aber bestimmt, verlangt Einsatzführer Holger Fragge Schiffsdokumente und Pässe. Punkt für Punkt wird die Checkliste der Küstenwache abgearbeitet: Ausweiskontrolle, Ladung, Fahrtroute. Dann nehmen sie das Schiffsinnere in Augenschein. Holger Fragge, Küstenwache "Wir schauen erst einmal allgemein danach, wie viele Personen hier noch sind. Dann kontrollieren wir den Zustand des Schiffes. Besonders wichtig: Die Maschine schauen. Für unsere Techniker ist das immer ganz interessant ob man da was sehen kann, ob da Leitungen sind, die nicht so sind, wie sie sein dürfen. Das man zum Beispiel etwas nach aussenbords leiten könnte." Der Umweltschutz auf der Ostsee gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Küstenwache. Anders als erwartet ist der Zustand des russischen Frachters tadellos. Der Kontrollgang ist beendet - der russische Frachter hat weiterhin freie Fahrt.

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