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Opalschürfer in Coober Pedy

Coober Pedy, weiße Männer in einem Loch, so tauften Aboriginals die legendäre Glücksritterstadt in Australien. Eine staubige und unwirkliche Landschaft. Wer durch die Straßen der Stadt geht, sieht nicht viel, denn das Meiste spielt sich hier unterirdisch ab. Um der sengenden Sonne zu entgehen, flohen die Bewohner von Coober Pedy unter die Erde, ohne Tageslicht aber bei angenehmen 22 Grad. Wohnungen, Pubs, Hotels und sogar einige unterirdische Kirchen gibt es hier. Coober Pedy ist die Stadt der Opal-Miner, auch Joos und Markus haben ihr eigenes Opalfeld. Die beiden Rucksacktouristen haben sich in Coober Pedy kennen und lieben gelernt und sind dann einfach geblieben. Seitdem arbeiten sie jeden Tag in der Mine. Ein Feld mit schwerem Gerät auf der Suche nach dem Big One, von dem hier alle träumen. Opalschürfen hat viel mit Erfahrung zu tun und es ist doch auch immer wieder eine Glückssache. Jeder kann beim County für ein paar Dollar eine Lizenz zum Schürfen beantragen und sich einen Claim abstecken. Für ihre Familien in Europa sind Joos und Markus einfach ein bisschen verrückt, und reich geworden sind sie bisher auch noch nicht. Aber vielleicht finden sie ihn ja doch irgendwann, ihren ganz großen Stein. "Durchhalten, einfach durchhalten, die besten Seemänner sind auf der Werft. Aber die wo raus gehen, die wissen wirklich wies läuft. Ich glaube du musst einfach durchhalten. Weitermachen. Auch wenn man manchmal nicht mehr das Licht am Ende des Tunnels sieht, einfach weiter machen. Morgen aufstehen und wieder los. "Ich glaube auch, das es sehr wichtig ist, dass man vieles selber machen kann, dass man selber die Maschinen reparieren kann, dass man keine anderen Leute dafür bezahlen braucht, um das zu machen." Am späten Nachmittag sind dann auch Joos und Markus zurück zuhause. Sogar ihr Felshaus haben die "do it yourself - Eheleute" persönlich in den Fels gedrillt. Das ehemalige Gästezimmer hat Joos vor einigen Monaten mit der Werkstatt verbunden. Jetzt können ihre Kunden die Opale direkt bei den beiden Produzenten aussuchen. Für die Käufer günstig und Joos und Markus erhoffen sich, so aus der Abhängigkeit von den Großhändlern zu lösen. Die Aufgaben sind klar verteilt. Zuerst bringt Markus die Edelsteine in Form. Bis zu vier Stunden feilt er an den einzelnen Stücken, um ihnen den richtigen Glanz zu geben. Zum Schluss bestimmt dann Joos den Wert der ständig im Licht die Farbe verändernden Opale.

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