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Neuseelands Alpen

Mount Cook. Der höchste Gipfel Neuseelands. Hier hat Sir Hillary geübt, der erste Bezwinger des Mount Everest. Und zu Lebzeiten der berühmteste Bürger Neuseelands. Der Tasman-Gletscher, der Längste des Landes. Leider schmilzt und schrumpft er. Wir begleiten eine Forschergruppe, die ihre Spezialausrüstung einfliegt und damit die Veränderungen des Gletschersees misst. Sie bringen eine Radarboje zu Wasser. Vor 25 Jahren reichte der Gletscher noch bis hier her. Martin Brook: "Unter dem Wasser verbergen sich eine Menge Eisberge. Wir sehen hier im wahrsten Sinne des Wortes wirklich nur die Spitzen davon. Große Teile brechen los und ploppen nach oben."Eine gefährliche Bootsfahrt. Die Eisblöcke könnten plötzlich auf die Seite fallen. Manchmal drehen sie sich innerhalb von 24 Stunden einmal um sich selbst. Das Wasser ist zwei Grad kalt. Martin Brook: "Die Gletscher hier auf der Ostseite unserer Alpen schmelzen unglaublich schnell. In den letzten 25 Jahren hat sich das Eis hier sieben Kilometer zurückgezogen. Auf der Westseite der Alpen sehen wir durch veränderte Luftströmungen mehr Schneefall und kurzfristig sogar wachsende Gletscher. Aber insgesamt sterben sie in Neuseeland." Martin Brooks Forscherteam will die Auswirkungen des Klimawandels dokumentieren. Was soll aus Neuseelands Schönheit und touristischer Attraktivität werden, fragen sie, wenn das Weiß der Berge verloren geht. Der ganze Charme der südlichen Alpen. Martin Brook: "Dieses Eis ist vermutlich 200-300 Jahre alt. Der Eisberg selbst gerade mal ein paar Monate. Er ist vom Gletscher abgebrochen und den See hinuntergetrieben worden." Neuseelands Alpen sind in Gefahr, der Klimawandel macht eben auch vor dem "Ende der Welt" nicht halt.

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