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Männer und Muskeln

Chris hat ein klares Ziel: Er will mehr Muskeln. Deshalb hat er sich aufgemacht in die "Muckibude," ein Fitnessstudio, in dem sonst nur Bodybuilder trainieren. Lee soll Chris helfen. 2005 war Lee Spencer britischer Bodybuilding-Meister. Der Mann hat Muskeln - auch wenn er im Augenblick nicht in Form ist - wie er sagt. Chris fängt mit einem langsamen Training des Bizeps an. Lee zeigt ihm genau, welcher Teil des Muskels trainiert wird. Wichtig ist nicht nur, dass das Training richtig ausgeführt wird sondern auch mit wie vielen Wiederholungen. Zu viel des Guten kann sogar kontraproduktiv sein. Beim Muskelaufbau geht es immer um zwei Begriffe: Hyperplasie und HypertrophieBei der Hyperplasie wird der Muskel größer durch eine Vermehrung der Muskelfasern innerhalb des Muskels. Es werden also mehr Muskelfasern. Die Hyperplasie findet bis ins Teenageralter statt. Wissenschaftler sind sich bis heute uneins, ob man danach durch Training mehr Muskelfasern aufbauen kann. Nachgewiesen am Menschen ist das noch nicht. Was aber Muskeln, wie die von Lee, zum Wachsen bringt ist Hypertrophie. Das heißt, die Muskelfasern werden dicker. Wie es zur Verdickung kommt, dazu gibt es viele Theorien. Die Gängigste: Bei Bewegung wird der Muskel angespannt und entspannt. Starkes Training beeinflusst die Fasern in den Muskeln. In jeder einzelnen Muskelfaser werden bei hoher Trainingsintensität Zellen zerstört. Andere Zellen eilen zur Reparatur herbei. Folge: Die Proteine Aktin und Myosin verkürzen die Muskelfasern und machen sie dicker. Und damit sieht auch der Arm dicker aus. Und jetzt zeigt Lee dem müden Chris was mit solchen Muskeln möglich ist. 200 Kilo auf jeder Seite. Aber ist das alles nur Training? Was hilft ist auch eine richtige Ernährung. Denn damit die Muskelfasern sich verdicken, braucht es Proteineinlagerungen. Und so muss Chris nun seinen Ernährungsplan umstellen. Schokolade, Croissants - alles weg. Stattdessen heißt es jetzt Eier, Putenfleisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte. 20 bis 30% der Ernährung besteht bei einem Bodybuilder aus Proteinen. Da Chris nun nicht gerade das Bodybuilder-Dasein anstrebt, darf es ruhig weniger sein. Dazu kommen außerdem Kohlenhydrate wie Vollkornbrot, Reis und Nudeln.In Lees Trainingsstudio ist sogar die Speisekarte auf den Ernährungsplan der Bodybuilder abgestimmt. Übrigens keine Frage, mehr Power gibt es auch künstlich - aus Wachstumshormonen oder Anabolen Steroiden. Doping war und ist bei Bodybuildern ein Thema. Denn es schafft sehr schnell Zuwachs von Muskeln. Doch Achtung: Das ist ein Trugschluss, die chemische Keule ist lebensgefährlich. Lee Spencer sagt, dass er so etwas nie nötig gehabt hat, sondern einfach konsequent für diesen Körper trainiert hat. Na dann, weiter so, Chris.

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