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Luxusseifen

Die Apfel-Zimt-Seife gilt als Klassiker in der Berliner Manufaktur "1000 & 1 Seife". Xenia Trost hat das Rezept selbst kreiert. Für die Grundmasse nimmt sie Palm- und Kokosfett, Oliven- Raps- und Mandelöl. In ihrer Seife hat jeder Inhaltsstoff eine spezielle Wirkung. Xenia Trost, Seifenmacherin: "Das Olivenöl ist pflegend, feuchtigkeitsspendend, sehr gut für die Haut. Macht die Seife schön fest, schäumt allerdings überhaupt nicht. Und das Kokosfett sorgt für den Schaum in der Seife." Die aufs Gramm genau abgewogenen Zutaten müssen bei sanfter Hitze schmelzen. Schön vorsichtig, maximal bis 40 Grad erwärmen, meint Xenia Trost. Ansonsten könnte alles verderben. Xenia Trost, Seifenmacherin: "Öle können ja sehr schnell sehr heiß werden und dann eben auch riechen, unangenehm. Und das sollte man vielleicht vermeiden." Ob Anis, Buttermilch oder Tomaten-Basilikum-Seife - um jeder Kreation die spezielle Note zu verleihen, benutzt die Seifenmacherin Naturprodukte. Auch in die Apfel-Zimt-Seife kommt eine große Palette an Duft- Farb- und Pflegestoffen. Xenia Trost, Seifenmacherin: "Wir brauchen die beiden Farbstoffe. Roten und grünen Farbstoff für die Apfelseife, den Apfeltee, den Apfelduft, ein klein wenig Zimtöl und Licea Cubeba für ne leichte Zitrusnote." Schön fruchtig frisch riecht die Apfel-Zimt-Zitronen-Mischung. Das Ganze kann noch durchziehen. Es muss erst später in die Seifenmasse. Jetzt kommt für die Seifenmacherin der gefährlichste Teil der Produktion: Das Anrühren giftiger Natronlauge. Das geht nur mit Schutz für Atemwege, Haut und Augen. Denn das Gemisch aus Natriumhydroxid und Wasser ist gefährlicher als Salzsäure. Beim Mixen entstehen die unsichtbaren, giftigen Dämpfe. Doch ohne Natronlauge gibts keine Seife. Also vorsichtig den Stoff ins Wasser füllen und rühren. Dann alles kühlen und ausgiebig lüften. Die Natronlauge wird nun vermischt mit den Ölen und Fetten. Alles neutralisiert sich. Binnen Sekunden entsteht die Seife. Xenia Trost, Seifenmacherin: "Man sieht schon, dass die Reaktion schon einsetzt. Also diese Trübung und so ne klein wenig dickflüssige Konsistenz der Seife sieht man schon. Also es geht eigentlich gleich los." Angereichert mit Farb-, Duft- und Pflegestoffen ist die Apfel-Zimtseife jetzt fast fertig. Geruch und Farbe stimmen schon. Die 6 Liter müssen nur noch in Silikonformen aushärten. Xenia Trost, Seifenmacherin: "In den 24 Stunden in der wärmeisolierten Box, da reagieren dann Öle und Fette noch mal richtig miteinander. Merkt man auch daran, dass die Temperatur steigt auf über 50 Grad manchmal." Nach dem Aushärten lässt sich die Apfel-Zimt-Seife in Stücke schneiden. Hunderte Sorten hat die Berlinerin entworfen. Eine Schnuppertour durch ihren Seifenladen - ein wahrhaft sinnliches Vergnügen.

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