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Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci verkörpert den Inbegriff des Genies. Er gilt als einer der begabtesten Maler. Doch der Schöpfer der Mona Lisa interessierte sich auch für Anatomie und Naturwissenschaften. Bis heute rätseln Forscher, ob es einen Da Vinci-Code gibt. Denn der Künstler hinterließ tausende Manuskriptseiten, verfasst in einer Geheimschrift. Prof. Bernd Roeck, Historiker: "Obwohl wir sehr viel von ihm überliefert haben, ist er trotzdem einer der geheimnisvollsten Menschen der frühen Neuzeit." Das Hügeldorf Vinci in der Nähe von Florenz. Der Geburtsort Leonardos, der ihm seinen Namen gibt. Im Sommer 1451 begegnen sich hier ein einfaches Mädchen und der Notar Piero da Vinci. Ein Jahr später kommt Leonardo als uneheliches Kind zur Welt und wächst bei seinem Vater auf. Schon früh zeigt sich der Junge äußerst wissbegierig. Er studiert die Natur und weist Talent im Zeichnen auf. Vater Piero vermittelt ihm schließlich eine Lehre bei dem Maler und Bildhauer Andrea del Verrocchio. Auch später zeichnen Leonardo zwei Dinge aus: ein ungeheurer Wissendrang und eine große Beobachtungsgabe. Leonardo arbeitet ununterbrochen, er notiert ständig und überall seine Gedanken, selbst beim Essen macht er keine Pause. Diesen Lebenswandel können wir heute mit Hilfe moderner Technik rekonstruieren. Der Anthropologe Luigi Capasso hat Leonardos Manuskripte untersucht. Prof. Luigi Capasso, Anthropologe: "Wir sehen eine ganze Reihe von Spuren, die Leonardo hinterlassen hat, es sind Reste von Dingen, die er berührt hatte, zum Beispiel Fett, das er vom Essen an den Händen hatte und das dann in das Papier eindrang." Einzigartig wie sein Fingerabdruck sind auch seine Notizen - auf den ersten Blick kaum lesbar. Einige Forscher sprechen vom Da-Vinci-Code, zu Recht? Prof. Bernd Roeck, Historiker: "Leonardo hat sich nie einer Geheimschrift bedient, er war Linkshänder und hat in Spiegelschrift geschrieben und seine Texte sind, wenn man zum Beispiel einen Spiegel benutzt, relativ leicht zu lesen mit etwas Übung." Zeit seines Lebens träumt Leonardo vom Fliegen. Zeitgenossen berichten, er soll auf dem Markt Vögel gekauft haben, nur um sie frei zu lassen und ihren Flug zu studieren. Leonardo konstruiert Flugmaschinen, immer wieder muss einer seiner Mitarbeiter, ein Mechaniker, Modelle bauen. Heute wissen wir, auch als Ingenieur war Leonardo seiner Zeit voraus. Rainer Holm-Hadulla, Psychotherapeut: "Es findet sich, so weit ich sehen, nirgendwo eine Persönlichkeit, die so vielerlei Talent im Sinne einer Spitzenbegabung hat, musikalisch, zeichnerisch, architektonisch, naturwissenschaftlich und natürlich auch sein malerisches Talent." Mit der berühmten Mona Lisa hat sich der Maler da Vinci ein Denkmal gesetzt. Im Jahre 1512 stirbt Leonardo in Frankreich.

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