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Kormoranfischer in Japan

Abendstimmung in der Provinz Gifu südwestlich von Tokio. Fischer haben sich am Ufer des Nagara Flusses versammelt und warten auf die Dunkelheit. Seit Generationen gehen sogenannte Usho-Fischmeister –mit ihren Helfern nachts für die kaiserliche Familie auf einen ganz besonderen Beutezug... Abgerichtete Kormorane dienen dabei als lebende Angeln. Ihre Beute wird vom Feuerschein angelockt. Seit 1300 Jahren gibt es die Kormoranfischerei am Nagara-Fluss. Die Usho geben ihr Wissen nur an ihre Nachkommen weiter, und so bleibt die Tradition innerhalb der Familie. Beim Fischen tragen die Kormorane eine spezielle Schlinge um den Hals, die verhindert, dass größere Fische verschluckt werden. Kleinere dürfen durchaus im Magen der Vögel landen. Hat ein Kormoran einen größeren Fisch erbeutet, wird er ihm sofort abgenommen. Jeder Usho fischt mit zwölf Kormoranen gleichzeitig. In dieser Nacht ist die Ausbeute jedoch mager! Heute üben nur noch sehr wenige Fischer die „Ukai“ genannte Kormoranfischerei aus.

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