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Kleopatra - Kampf mit den Waffen einer Frau

Kleopatra - Machtbesessen soll sie gewesen sein und despotisch. Als sie im 1. Jahrhundert vor Christus den Thron besteigt wird Weltpolitik schon lange in Rom gemacht. Systematisch, Stück für Stück und mit dem Einsatz ihrer militärischen Macht haben die Römer die Herrschaft über den Mittelmeerraum errungen. Ägypten gilt zwar noch als souveräner Staat, wird aber von römischen Senatoren kontrolliert. Die Messer sind schon gewetzt, denn der Reichtum Ägyptens mit den vollen Kornkammern und seinen Schätzen in Gold und Silber ist zu wichtig für die Versorgung der Großmacht Rom. Die politische Situation ist angespannt, das Reich am Nil ist in Gefahr. Kleopatra, muss mit allen Mitteln um ihren Machterhalt kämpfen. Da sie weiß, dass an Rom kein Weg vorbei führt, lädt sie Caesar nach Ägypten. Er ist der mächtigste Mann dieser Epoche. Ein Politiker, der versucht alle Staatsgewalt in seiner Person zu vereinen. Der Pomp des Orients, die gewachsene Kultur und gelebte Geschichte des 5000 Jährigen Reiches beeindruckt den Römer. Er verfällt der Pharaonin, die sich wie eine Göttin für ihn inszeniert. Verführung mit Folgen: Auf der Rückwand des Tempels von Kleopatra ist es in Stein gemeißelt, das Ergebnis dieser Liebesreise: Caesarion, der Name des gemeinsamen Sohnes von Kleopatra und Ceasar. Die reichste Königin der Welt wird das gemeinsame Kind fortan als Joker einsetzen, um im Spiel um die Weltherrschaft zu punkten. Will die Pharaonin Rom regieren? Dies war zumindest der Alptraum vieler Römer, als Kleopatra sich von Sklaven in ihr neues Domizil, eine Villa am Tiber tragen lässt. Hier wird sie zwei Jahre mit ihrem Sohn leben. Sie stellt sich in Rom zur Schau, genießt den Einfluss, den Sie auf Caesar und damit auch auf die Weltpolitik hat. Furcht und Faszination - die Römer sind hin und hergerissen von der Märchenkönigin vom Nil. Als Caesar im Tempel der Venus Genetix eine Götterstatue aufstellen lässt, die Kleopatras Gesichtszüge trägt, kippt die Stimmung. Die bodenständigen Römer wollen keinen König der mit einer orientalischen Königin anbandelt. Das Resultat notieren die Geschichtsschreiber am 15. März 44 vor Christus: Caesar ist ermordet. Für Cleopatra bedeutet das, ihr Ende in Italien. Ohne Caesars Protektion hat sie in Rom keine Chance mehr. Sie flieht zurück in ihre Heimat, den sicheren Hafen von Alexandria. Doch der Kampf um Stabilität und Machterhalt wird sie weiter begleiten.

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