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Kegelrobben

Insel Helgoland. Unbeeindruckt von den vielen Touristen, die im Sommer die Strände bevölkern, tummelt sich Deutschlands größtes Raubtier hier im Sand. Deshalb sollten sich Touristen besser nicht zu nah heranwagen. Im gebührenden Abstand aber kann man die Tiere hier besonders gut beobachten, meint auch einer der Naturschutzbeauftragten Helgolands: Rolf Blädel, "Wir sagen immer 30 Meter. Und sie haben sehr scharfe und schneidende Argumente, nämlich 32. Die sitzen ziemlich weit vorne am Kopf. Und können sehr schmerzhaft sein, wenn sie zubeißen. Und man sollte doch den Abstand halten, denn immerhin stehen die Kegelrobben unter Artenschutz." Kegelrobben werden relativ groß: Ein ausgewachsener Bulle kann bis zu zweieinhalb Meter lang und 250 Kilo schwer werden. Auch wenn die Kegelrobben an Land immer ein wenig tapsig wirken, der Schein trügt. Die Säugetiere sind ausgezeichnete Jäger. Für eine leckere Mahlzeit tauchen sie auch mal über 100 Meter tief. Zurück auf die Helgoländer Düne gehts dann zum ausruhen oder auch zur Fortpflanzung: Immer wieder lassen sich heute auf Helgoland Kegelrobben-Geburten miterleben. Zwischen November und Februar kommen die Kegelrobbenbabys auf die Welt. Sie sind gut zu erkennen durch ihr weißes Fell, das sie etwa drei Wochen nach der Geburt verlieren. Auf Besucher am Strand reagieren die Raubtiere zwar friedlich, wenn auch eher gelangweilt als interessiert. Doch das kann die Faszination der menschlichen Beobachter nicht trüben. "Sonst kennt man die Tiere nur aus dem Zoo und sie mal in freier Wildbahn zu sehen, das ist schon ganz fantastisch." Kegelrobben auf den Sandbänken von Nord- und Ostsee zu entdecken war bis vor wenigen Jahren noch eine Seltenheit. Um die Fischerei zu schützen, wurden die Tiere einst systematisch ausgerottet. Inzwischen aber steht die Kegelrobbe unter Artenschutz und ihr Bestand erholt sich.

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