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Kampf um Wien

Unaufhaltsam dehnen die Sultane seit dem 15. Jahrhundert ihre Herrschaft von Konstantinopel aus weiter nach Westen vor. Es gab viele Stationen auf dem Siegeszug, an dessen Ende eine symbolträchtige Trophäe winkt: Wien. Am 15. Juli 1683 steht das osmanische Heer mit 300.000 Mann vor der Metropole an der Donau. Im Vertrauen auf die erdrückende Übermacht lässt sich der Osmanische General Kara Mustafa Zeit. Wien muss früher oder später fallen. Unter Dauerbombardement und dem massiven Einsatz von Sprengstoff bröckeln die Festungsanlagen der Stadt. Nur 10.000 Verteidiger kann Wien aufbieten. Trotzdem gelingt es ihnen, große Teile der Stadtmauer gegen die Osmanen zu verteidigen. Der Grund: Die Osmanen greifen nur mit wenigen Mann an. Eine Entscheidung des Heerführers Sultan Mustafa Kara, der seine Armee schonen wollte, da er davon ausging, dass Wien sowieso kapituliert. Statement: "Der Riesenfehler von Mustafa Kara war, dass er die Zeit nicht genutzt hat, sondern sich auf eine lange Belagerung eingestellt hat, was letztendlich seinem Gegner die Möglichkeit gegeben hat, zusätzliche Kräfte heran zu holen und dadurch hat er verloren." Ohne es zu ahnen, gibt der Sultan einer deutsch-polnischen Armee Zeit, den Wienern zur Hilfe zu kommen. Der Angriff trifft die Osmanen unvorbereitet, der größte Teil flieht. Was ein großer Triumph werden sollte, geht als bislang schwerste Niederlage der Türken in die Geschichte ein. Wien und Europa sind noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen.

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