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Flusspferd Ernie beim Zahnarzt

Flusspferde leben eigentlich in Afrika, aber Suse, Assita und Lisa scheint es auch im Gelsenkirchener Zoo sehr gut zu gehen. Sie erfreuen sich des schönen Tages, eines gesegneten Appetits und gesunder Zähne. Ganz anders Bulle Ernie: Weil er so schlechte Zähne hat, braucht er für sein Wohlbefinden Pfleger Pascal Rösner und seine tägliche Zahnpflege. Besonders im Bereich der Backenzähne. Pascal Rösner, Tierpfleger:"Na, alles klar?" "Unser Ernie: Da müssen wir heute erst einmal wieder die Zähne reinigen. Frühstück hat er weg, ne. Ja, ich hole noch eben den Schlauch und dann fangen wir an. Das müssen wir jeden Tag machen, weil der Ernie ziemliche Lücken zwischen den Backenzähnen hat. Und da bildet sich dann wenn er Heu oder Gras gefressen hat, komprimiert das dann halt in den Backenzähnen. Das ist wie wenn wir Fleisch essen und das dann in die Zahnlücken kommt, das stört uns ja auch. Und er kann es sich ja leider nicht selber weg machen und da übernehmen wir das dann halt für ihn." Eigentlich sind Flusspferde keine Kuscheltiere, ganz im Gegenteil. Die behäbig aussehenden Pflanzenfresser gelten als sehr gefährlich. Zwischen Pascal und Ernie aber ist das anders: Vertrauensvoll präsentiert er dem Tierpfleger sein Gebiss. Pascal Rösner:"Da ist ordentlich etwas drin. Okay, ich sage mal im Grundprinzip ist es auch irgendwie die Größe, naja ein bisschen größer als das, was sie schlucken. Weil das Futter, das sie aufnehmen, ziehen sie über die Schneidezähne auf die Zunge und mahlen es dann halt mit den Backenzähnen klein und dementsprechend wird es dann auch in der Größe abgeschluckt und dabei kommt eben teilweise auch etwas in die Lücken die Backenzähne rein. Hier kann man auch sehr gut die Lücken zwischen den Backenzähnen sehen. Die sind relativ groß und fingerdick und da kann sich einiges rein setzen. Der Zahn hat gewackelt hier vorne, das ist aber auch schon länger. Den kriegen wir jetzt auch nicht so einfach raus und ihn stört es auch nicht. Deshalb lassen wir den Zahn drin.Und natürlich gehört die Krauleinheit auch dazu. Im Prinzip kann man das mit uns vergleichen. Es gibt Menschen, die haben super Zähne, die brauchen noch nicht mal ne Zahnspange als Kinder und dann gibt's Leute, die größere Zahnabstände haben und bei ihm ist es im Grunde genau das Gleiche." Ernie hat die Zahnpflege mal wieder genossen. Kurz vor Schluss gibt's auch ein Leckerli. Tierpfleger Pascal weiß, was das Flusspferd mag. Pascal Rösner: "Der mahlt das jetzt ein bisschen, wie man sieht. Kauen. Dann kaut er es ein bisschen und dann schluckt er es ab. Er braucht nicht so lange wie wir für ein Brötchen. Das ist auch ganz klar. Also ich könnte da jetzt auch fünf oder sechs rein werfen, ruck zuck ist es weg." Flusspferde können bis zu 4. 000 Kilo wiegen. Bei dem Gewicht bleibt ein großer Hunger nicht aus. Dass die Tiere auch Nilpferde genannt werden, liegt übrigens daran, dass man sie zum ersten Mal am Nil gesehen hat. Pascal Rösner: "So, jetzt spritzen wir dem Ernie zum guten Schluss noch das Maul aus. Also alles wie beim Zahnarzt. Kennt ihr doch wie das abläuft, oder nicht? Erst Zahnreinigen, Mund ausspülen und den nächsten Termin holen. Ernie, komm mal her." Ernie geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Pascal Rösner:" Ich glaube, das hat er heute vergessen." Das Flusspferd ist untergetaucht. Bis zur nächsten Zahnreinigung.

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