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Fisch in Gefahr

Die Wasserschutzpolizei auf Fischereikontrolle vor der Kieler Förde. Die Ressource Fisch wird immer knapper. Um nicht mit ganz leeren Netzen in den Hafen zu laufen, halten sich immer mehr Fischer nicht an die Spielregeln. Sie fischen selbst Jungtiere und plündern dadurch den Bestand der Fische noch mehr. Ein Teufelskreis. Mit immer schärferen Kontrollen versuchen viele Fischerei-Nationen zumindest in ihren Küstengewässern das an Beständen zu schützen, was es noch zu retten gibt. Noch vor 50 Jahren schien der Reichtum der Meere unerschöpflich. Doch inzwischen ist es dem Menschen gelungen, die Bestände bis auf einen Bruchteil der früheren Fülle zu reduzieren. Forscher gehen davon aus, dass auch der Klimawandel den Fischen schadet. Viele Arten brauchen knackigen Frost um beispielsweise Fressfeinde zurück zu drängen. Doch der letzte lang anhaltende Frost an Nord- und Ostsee liegt schon 12 Jahre zurück. Prof. Reinhold Hanel, IFM Geomar Kiel "Es sind Veränderungen sehr gut feststellbar, mittlerweile in der Nordsee. Es betrifft vom Plankton angefangen über die gesamte Nahrungskette bis hin zu den Fischen. Und dort kommt es zu einem massiven Vordringen von Wärme liebenden Arten und damit zu einer Verschiebung im Artenspektrum das sich vielleicht auch in unseren, auf unserer Speisekarte niederschlagen könnte."Die wärmeren Meere werden nun von Sardellen, der Streifenbarbe oder exotisch wirkenden Tintenfischen bevölkert. Sie kommen aber noch lange nicht in Mengen vor, die für den Menschen interessant wären. Stattdessen freuen sie sich, die Seehunde und Kegelrobben in Nord- und Ostsee. Ihnen schmecken die kleineren Zuwanderer offenbar. So entwickeln sich ihre Bestände prächtig. Zurück auf hoher See. Auch wenn die Fahnder hin und wieder schwarze Schafe unter den örtlichen Fischern finden, so wissen sie doch: Fischen ohne Rücksicht auf Verluste, dass passiert vor allem weit draußen auf dem Meer, wo Großfischer mit hochmodernen Anlagen an Bord ganze Fischschwärme auf einmal ausbeuten. Die Menge des im Jahr gefangenen Fisches hat sich seit 1950 vervierfacht. Die Weltmeere sind erschöpft.

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