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Filmkulisse Canyonland

Wenn Indiana Jones seinen letzten Kreuzzug reitet, wenn Der mit dem Wolf tanzt auf Büffeljagd geht und wenn Thelma und Luise sich mit dem Auto absetzen, dann nicht in Hollywood sondern in Moab, mitten im Canyonland der USA. Eine etwa 45 Kilometer lange Straße führt durch den Arches Nationalpark, durch eine Landschaft, die in vielen Filmen eine Hauptrolle gespielt hat. Der Nationalpark ist bekannt durch seine Steinfenster und Bögen. Auf eigene Faust ins Gelände zu gehen ist verboten. "Dont leave the trails" gilt heute auch für Hollywood-Regisseure "Das ist der Ort an dem sie "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" von Stephen Spielberg gedreht haben. "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" war der letzte große Film, der im Arches Nationalpark gedreht wurde. Inzwischen sind Dreharbeiten mit Pferden und vielen Leuten verboten. Wie ihr sehen könnt, im Foto und im Hintergrund ist hier keine Höhle. Aber im Film werdet ihr an diesem Ort eine Höhle entdecken. Aber da ist keine Höhle. Die Produktionsfirma nahm den gedrehten Film und digitalisierte im Studio eine Höhle hinein." Seit über 50 Jahren werden Filmstars mit Hilfe der Bewohner von Moab in Szene gesetzt. Wer nicht im Tourismus beschäftigt ist, unterstützt die kalifornische Traumfabrik. Larry Campbell kümmert sich um überzeugende Requisiten. In seiner Garage stehen über 30 Oldtimer, die er an Filmfirmen verleiht."Das ist einer der Thunderbirds, die ich für den Film Thelma und Louise präparierte. Am Ende waren es 5 . Zwei davon waren Dummycars ohne Motor und flogen über die Klippen am Ende des Films. Der alte Polizeiwagen ist einer von 23, die ich für den Film bearbeitete. Sie wurden schlimm zugerichtet und nur ein paar überlebten die Dreharbeiten. Das ist einer davon." Spielen Tiere im Film, müssen sie genau wie Schauspieler pünktlich an Ort und Stelle sein und nach Drehbuch arbeiten. Damit das funktioniert, gibt es Wrangler wie Don Holiok. "Der erste Film, für den ich arbeitete, war ein Film mit John Wayne. Er hieß "Die Comancheros." Mein Onkel war zu diesem Zeitpunkt Wrangler und musste nachts bei den Pferden sein. Weil immer zwei Wrangler am Set sein mussten und da der Partner meines Onkels gefeuert wurde, fragte der Hauptverantwortliche meinen Onkel, ob er mich mitbringen würde. Dann wäre er nicht allein und würde nach den Dreharbeiten quasi unter dem Tisch bezahlen. Und so kam ich ins Filmgeschäft." Inzwischen arbeitet er gemeinsam mit seinen Söhnen für die Filmindustrie. Wenn also auf der Kinoleinwand demnächst Cowboys am Feuer sitzen, könnten es vielleicht Don und seine Söhne sein.

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