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EU-Kantine

Die Kantine der EU-Kommission in Brüssel. Wer hier arbeitet, kocht für einen Kontinent. Schließlich werden von der EU-Kommission die Interessen ganz Europas vertreten. Die Mitarbeiter drehen an ganz großen - oder auch an kleinen Rädern. Und für alle gilt: Politik ist ein harter Brocken, man sollte gut bei Kräften sein. Auch in der Küche wird daher nichts dem Zufall überlassen, Chefkoch Cosar weiß Kontrolle ist besser. freistehend: Das Licht, mach das Licht an.Kaum ein anderer Koch muss so viele Küchen aus dem FF beherrschen wie Cosar. Er kocht für weit über 20 Nationalitäten - jede hat ihren eigenen Geschmack. Für Europa kochen ist eine Herausforderung - und eine stressige Angelegenheit. Cosar führt seine Mitarbeiter mit strenger Hand, damit es in der Küche klappt. David Cosar, Chefkoch: "Ich plane die Menüs, gebe dem Personal rat, gebe Rezepte weiter und checke noch einmal alles vor der Essensausgabe. Ich bin ein sehr strenger Chef, streng, aber auch sozial." In den Katakomben der EU-Kommission wird geschnippelt, gehakt und zerkleinert. Cosar kennt die Gaumen Europas: die Südeuropäer lieben Gegrilltes, die Osteuropäer Scharfes und die Deutschen wünschen seiner Meinung nach vor allem einen vollen Teller. Da kommt einiges zusammen. David Cosar: "400 Tagesgerichte, 200 Fischgerichte, 150 vegetarische. 200 Chefgerichte und das Fleisch für den Grill, 6 bis 7 verschiedene Sorten, jeden Tag." Chefkoch Cosar hat die Europaküche fest im Griff. Und dennoch gibt es ein paar Stolpersteine: Je weiter es von Brüssel aus gesehen nach Südosten geht, desto aufwendiger wird es für den Küchenchef. David Cosar: "Für mich sind die osteuropäischen Länder das Schwierigste. Das ist für mich absolut unbekanntes Terrain und auch die Zutaten sind schwer zu finden." Kochen für einen Kontinent ist keine leichte Aufgabe, denn Essen verbindet zwar, aber eben nur wenn es schmeckt.

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