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Dünen

Die Dünen: Weil der Sand vom Wind ständig in Bewegung gehalten wird, verändert sich die Landschaft fortwährend. Hier ist morgen nichts mehr so, wie es gestern noch war. Doch Dünen gibt es nicht nur in der Wüste. Auch an den Küsten von Nord- und Ostsee findet man sie, wie hier auf der Insel Spiekeroog. Hier erreichen sie immerhin eine Höhe von bis zu 25 Metern. Das ist Rekord an der Küste hier. Auch im hohen Norden sind die Dünen es ein ständiges Werden und Vergehen. Als Ulrich Bauer noch ein Kind war, plätscherte hier noch die Nordsee. "Vor fünfzig Jahren war das eine riesengroße weiße Sandplate und inzwischen hat sich da eine ganz kompakte Dünenlandschaft gebildet und eine Salzwiesenlandschaft. Und das ist der dynamische Prozess in dem hier Pflanzenwelt und die physikalischen Kräfte aufeinander wirken, und daraus ist das entstanden."Die treibenden Kräfte dabei sind Meer und Wind. Die Strömungen tragen den Sand an die Küste und der Wind trägt ihn dann weiter ins Inselinnere, wo er zu Dünen aufgetürmt wird. Diese bleiben so lange in Bewegung, bis sie von Pflanzen besiedelt werden. "Ohne Pflanzen keine Düne. Dann kommt der Wind und pustet alles wieder weg. Die Existenz dieser Inseln, dieser Dünenlandschaft, wird nur garantiert durch die Existenz der Pflanzen."Wenn ein Strandabschnitt nicht mehr dauernd vom Meer überspült wird, siedeln sich solche Pflanzen an, denen das viele Salz im Boden nichts ausmacht. Diese paar Pflänzchen reichen schon aus, um den Wind so zu verwirbeln, dass der Sand, der von der Nordsee kommt und von dem Wind hierher gepustet ist, hier liegen bleibt, und eine ganz kleine Düne bildet.Der Strandweizen ist so strapazierfähig, dass ihm der ständige "Sandsturm" um seine Halme nichts ausmacht. Er stoppt den Sand und sorgt so dafür, dass sich der Boden stetig weiter anhebt. Ist die so entstandene Düne hoch genug, können sich schließlich auch Pflanzen darauf ansiedeln, die kein Salz vertragen. "Der Strandhafer übernimmt ab dieser Höhe den Standort, und wenn wir nach dort rüberblicken sehen wir wie überall diese Halme rauskommen. Und das ist die nächstfolgende pflanze, und die sammelt Sand und kann dabei eine uuunglaubliche Wuchsgeschwindigkeit erreichen, jeweils wie Sand geliefert wird, das ist ohne Weiteres vier Meter fünfzig im nächsten Jahr die Dünen hier hoch sein können. Im Extremfall habe ichs erlebt, hinten, in einem Jahr acht Meter hoch geworden. Ganz fantastisch!"Die Pflanze wächst so schnell, wie die Düne an Höhe zulegt "Die Blätter sammeln den Sand mit der Konsequenz, dass die Düne immer weiter nach oben wächst, die Wurzeln bleiben drin, wachsen aber nach oben, aber sie reichen immer nach unten durch die Düne durch. Und wenn sie jetzt nach oben gewachsen ist und wir jetzt das Alter einer Düne sehen und wissen sie ist hunderte von Jahren alt - so ist der Strandhafer ziemlich genauso alt wie die Düne selber. Ohne die tiefen Wurzeln des Strandhafers wären die Dünen niemals so stabil, und auch die Insel wäre extremeren Veränderungen unterworfen. Und schon nach zwanzig Jahren haben sich viele verschiedene Sträucher auf den Dünen angesiedelt.Zwanzig Meter weiter über den Dünenkamm weg, Graudünenlandschaft, unglaublich artenreich, man sieht es hier an den unterschiedlichen Farben, das ist die pralle Jugend einer Dünenlandschaft."Doch mit der Zeit versauert der Boden, schließlich sterben die Pflanzen auf der Düne. "Das Silbergras ist die letzte Pflanze die übrigbleibt, sie kommt mit den geringsten Mineralgehalten aus, und dann ist nichts mehr da. Und dann kommt der Wind, und pustet alles wieder weg. Und diese Stelle hat ein Alter zwischen 190 und 200 Jahren. Und wir sind inzwischen direkt zur Linie zum Strand in einer Entfernung von 350, 400 Metern, aber eigentlich schon am Ende angelangt."Die Dünen - sie wandern ständig. So ändern sie das Gesicht der Insel im Laufe der Zeit.

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