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Die Templer

Der Templerorden ist ein geistlicher Ritterorden, der während des ersten Kreuzzugs im 11. Jahrhundert gegründet wird. Die Templer wollen die Ideale des Rittertums mit denen der Mönche vereinen. In ganz Europa treten Adlige dem Ritterorden bei. Kein Land, wo die Templer nicht vertreten sind. Der Orden wächst zu einer Art internationalen Organisation. Die Temple Church in London. Hier sind Tempelritter bestattet worden, die zuvor in christlicher Mission in den Krieg gezogen waren. Das Gebot, du sollst nicht töten, wurde außer Kraft gesetzt. Wer einen Andersgläubigen umbrachte, handelte im Auftrag Jesu. Dr. Barbara Frale, Historikerin: "Es gab zwei Gründe, warum die Templer so mächtig waren: Zum einen gab es ein ideales Motiv. Sie verkörperten den heiligen Krieg, gaben ihr Leben, um das heilige Grab und Jerusalem zu verteidigen. Und zweitens gab es ein ökonomisches, ein materielles Motiv. Der Orden war äußerst wohlhabend, das bedeutet, im Lauf von 200 Jahren haben Christen ihnen Ländereien, Geld und Güter geschenkt, um den Kreuzzug und die Verteidigung des Heiligen Landes zu finanzieren." Ende des 11. Jahrhunderts sammeln sich die Tempelritter, um nach Palästina zu ziehen. Ein schwer bewaffnetes Heer kämpft sich nach Osten vor, um das Heilige Land von den Ungläubigen zu befreien. Tausende folgen dem Aufruf, am Kreuzzug teilzunehmen. In 7 großen Zügen marschieren die Templer über den Landweg. Später überqueren sie auch das Meer. In der heiligen Stadt entsteht das Verwaltungszentrum der Kreuzritter. Hier ist der Sitz des Großmeisters, der unbeschränkte Autorität genießt. Nur der Papst steht über ihm. Strenge Ordensregeln fordern blinde Gefolgschaft und unbedingten Gehorsam. Dr. Ghislain Brunel, Archivar "Es steht fest, dass sie große Reichtümer besitzen, die sich auf die Ausbeutung von hunderten von französischen, aber auch anderer, wie spanischer oder englischer Güter gründet. Dieser Reichtum war für die Versorgung des Heiligen Landes und den Kampf um seine Befreiung bestimmt." Regelmäßig werden Geld und Güter von Europa nach Palästina transportiert, die Versorgung muss geregelt werden. Man richtet Konten und ein Schecksystem ein. Den Templern ist daher auch die Erfindung des Bankwesens zu verdanken.

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