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Die Tempel von Karnak

Nur ein paar Kilometer nördlich von Luxor liegt das Dorf Karnak am östlichen Nilufer. Hier stehen die Überreste der wohl größten Tempelanlage Ägyptens. Die Tempel von Karnak. Herausragend unter den Ruinen ist der Tempel des Amun Re. Das mächtigste Heiligtum des alten Ägypten, erbaut im frühen mittleren Reich, also irgendwann nach 2.100 vor Christus. Die sagenumwobene Säulenhalle. Über 130 Säulen sollen einst das Holzdach des Tempels getragen haben. Der Tempel stellt ein Abbild der Welt dar. Die über 20 Meter hohen Säulen tragen das Dach des Himmels. Sie sind der ägyptischen Mythologie nach die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Zwischen den Göttern und den Lebenden. Er ist der Wächter des Heiligtums: Achmuth Fehmi. Er achtet streng darauf, dass die Besucher den Tempel nicht beschädigen. Tagein, tagaus verbringt er seine Tage in den Ruinen. Und doch hat dieser Ort für ihn nie seinen Zauber verloren. Im Gegenteil, zu sehen, was seine Vorfahren ohne große technische Hilfe, allein mit ihrer Hände Kraft gebaut haben, macht ihn stolz: Achmuth Fehmi: "Ja. Wenn ich all die Schönheit hier sehe, dann öffnet sich meine Brust. Dann habe ich ein gutes Gefühl im Herzen. Ich sehe, wie schön mein Land ist." Und dabei ist er nicht allein: Unzählige Touristen strömen jeden Tag in die Tempelanlagen von Karnak. Erst wenn alle ihre Fotos gemacht haben, wird es hier wieder ein bisschen ruhiger.Wer etwas von der Mystik des Ortes spüren will, der kommt am besten schon morgens um sechs oder nachmittags nach 16 Uhr, dann sind die meisten Touristenbusse wieder abgefahren.Dann hat auch Achmuth Fehmi etwas mehr Zeit und zeigt den verbleibenden Besuchern vielleicht den Platz, an dem die knapp 4.000 Jahre alten Steine zu ihm sprechen. Der einzig noch aufrecht stehende Obelisk von Karnak mit seinen geheimnisvollen Hieroglyphen. Zeichen aus einer anderen Welt. Mehrere Jahrhunderte bauten die ägyptischen Herrscher an der Tempelanlage von Karnak. Heute ist sie UNESCO Weltkulturerbe.

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