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Die Luftmatratze

Tim muss aufräumen. Seine Mutter hat sich für dieses Wochenende angekündigt und da muss natürlich alles sauber sein. Und als ob das nicht alles schon anstrengend genug wäre, kommt am Ende das Schlimmste: Die Luftmatratze muss aufgeblasen werden. Okay, das war nichts. Tim muss sich erstmal hinsetzen. Irgendwie ist ihm schummerig geworden und alles dreht sich. Tim bleibt die Luft weg. Zumindest fühlt es sich für ihn so an. Naja, und der Luftmatratze geht's auch nicht besser. Um die Atmung zu normalisieren kann eine Papiertüte jetzt helfen. Denn Tim hat zuviel Sauerstoff und zu wenig Kohlendioxyd im Blut. Mit der Tüte erhöht er die Konzentration von Kohlendioxyd wieder und die Atmung verlangsamt sich. Tatsächlich: Nach einiger Zeit ist alles wieder in Ordnung. Hyperventilation nennt man das. Und man kriegt das nicht nur beim Matratzen aufpusten, sondern manchmal auch bei extremen Angstzuständen oder wenn man innerlich angespannt ist. Naja, und bei Tim kommt heute offenbar alles zusammen. Doch die Hauptursache ist sicherlich, dass er beim Aufblasen viel zu schnell geatmet hat. Anfängerfehler. Er wollte nämlich alle Luft aus seinen Lungen direkt in die Luftmatratze pressen und damit er schneller fertig wird, hat er Gas gegeben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei hat er zuviel Kohlendioxyd ausgeatmet. So hat er auf einmal zu wenig davon im Blut. Die Folgen: Weniger Sauerstoff gelangt zum Gehirn, es wird schlechter versorgt und es wird einem schwindelig. Da hilft nur: Hinsetzen. Sich auf die Atmung konzentrieren und dann sollte der Spuk bei gesunden Menschen schnell wieder vorbei sein. 

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