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Die Kampfkuh vom Wallis

Auf seinem Hof hält Bauer Bert 70 Kühe einer einzigartigen Rasse, die nur im Wallis in der Schweiz gezüchtet werden. Kampfkühe. Bert: "Für mich bedeuten sie viel, ich spreche mit ihnen wie mit einem Menschen, ich gehe mit ihnen spazieren. Manchmal habe ich im Stall Abends noch Zeit, so eine Stunde, anderthalb Stunden, dann gehe ich von einer Kuh zur anderen und füttere ihnen noch ein bisschen Brot und so. Unter seinen Lieblingen ist auch Dominga. Die Kampfkuh ist seit Jahren unangefochtene Königin im Wallis. Doch das könnte sich ändern: Denn heute ist der große Wettkampftag im Tal. Aus allen Teilen der Region werden die Kampfkühe von ihren Züchtern heute hierher gebracht. Während in der Wettkampfarena bereits die ersten Kämpfe ausgetragen werden, muss sich Dominga noch ein wenig gedulden. Bert: "Es muss einfach mal losgehen, dann ist schon ein bisschen die Belastung weg. Mit so vielen Tieren, die man hier sieht und man ist als Favorit hier. Dann das Startsignal, es geht los. Bert führt seine Kuh in die Arena. Erst wenn Dominga ihre Gegnerin in die Flucht schlägt, kann sie Punkte sammeln. Bert flüstert ihr noch ein paar Tipps zu. Bert: "Das sie meine Stimme hört, das sie weiß: Dass ich da bin, dass ich auch als Beihilfe dastehe, das sie immer wieder zu mir zurück kommen kann, wenn etwas passiert." 700 Kilo bringt Dominga auf die Waage. Das ist oberste Gewichtsklasse. Aber heute scheint nicht ihr Tag zu sein. Ein kurzer Stimmungswechsel, dann greift Dominga nicht mehr an und lässt sich von ihrer Gegnerin verscheuchen. Der Kampf ist verloren, aber Bert nimmt es gelassen. Bert: "Nein, nein, das bleibt ganz gleich meine Dominga. Das machen wir im Sommer auf der Alpe wieder gut. Dann wird sie das wieder vergessen." Es ist Juni, Alpaufzug. Auf zweitausend Metern soll nun die wahre Königin ausgefochten werden. Die Kuh, die auf der Sommerweide das Sagen hat. Bert ist sehr angespannt. Er liebt seine Kuh Dominga eben über alles. Bert: "Ich habe nicht gut geschlafen, weil ich bin ein bisschen nervös, weil sie letztes Mal nicht gekämpft hat und jetzt muss man heute schauen, was sie heute macht." Die Kühe der anderen Bauern haben Stellung bezogen, aber Dominga entpuppt sich heute als wahre Draufgängerin mit Kämpfernatur. Unermüdlich verhakt sie sich in den Hörnern ihrer Gegner. Dann ist die Hierachie auf der Sommerweide klar. Dominga wird die Chefin sein. Bert: "Ich habe ja noch gesagt, es geht heiß her, aber sie hat das super gemacht. Jetzt ist sie wieder Alpkönigin, ich bin sehr stolz, dass sie es doch noch geschafft hat. Aber sie hat es noch nie so schwer gehabt wie dieses Jahr."

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