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Die Eremitage

Russland: Sankt Petersburg. Die Stadt, die auch das "Venedig des Nordens" genannt wird, besitzt die größte Schatzkammer Europas: Die Eremitage. Direkt am Fluss Newa gelegen, beherbergt das Museum etwa 3 Millionen Kunstgegenstände im ehemaligen Winterpalast und in den angrenzenden Gebäuden: Der Kleinen, der Alten und der Neuen Eremitage. Hier werden in mehr als tausend Sälen über 60.000 Exponate ausgestellt, neben archäologischen Fundstücken vor allem Gemälde und Skulpturen.Seit mehr als 40 Jahren führt Gallina Touristen und Studenten durch die prunkvollen Säle. Von 9 Uhr vormittags bis halb sieben abends ist die studierte Kunsthistorikerin unterwegs und fast immer begleitet sie die Besucher in den Pavillonsaal. "Wir haben fünf Paläste, aber dieser gehört zu den schönsten. Bitte schauen sie sich um. Dann sehen Sie Kronleuchter, 28 an der Zahl, in verschiedenen Größen. Kleine, Mittlere und Große und dutzende Marmorsäulen." Für Kunststudenten wie Tatjana aus Sibirien ist die Eremitage so etwas wie ein heiliger Ort der Kunst. Hier finden sich, neben dem "Portrait eines alten Mannes", 23 weitere Rembrandt - Gemälde, die sie studieren und auf Leinwand nachempfinden kann. Den Grundstein für die Eremitage legte einst Katharina die II. Damals hieß es noch, nur sie und die Mäuse könnten die Herrlichkeiten bewundern. Heute zählt die Eremitage über 2 Millionen Besucher im Jahr. Um alle Schätze eines Blickes würdigen zu können, bräuchte es ganze 70 Jahre. Gallina ist eine von rund 2.500 Mitarbeitern. Sie führt Besuchergruppen in Englischer, Französischer und Spanischer Sprache. Auf Wunsch informiert sie individuell über das Werk eines Malers oder über das Schaffen einer bestimmten Epoche. Die Eremitage gilt neben dem Louvre in Paris oder dem Prado in Madrid als eines der bedeutendsten Museen der Welt.

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