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Detektiv im Untergrund

Kein Kinderspielzeug für Neureiche, sondern ... die Revolution im Abwasserkanal: Der ferngesteuerte Roboter arbeitet als Umweltdetektiv im Untergrund - und prüft das Wasser auf verdächtige und unerlaubte Substanzen. Ein kabelloser Prototyp, entwickelt vom Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme. Das Serienmodell könnte Behörden eines Tages helfen, Umweltverschmutzer dingfest zu machen. Effektiver als bisher - und vor allem: diskret. Herman Streich: Um Wasserproben zu entnehmen, muss man heutzutage noch die Strasse sperren und das fällt natürlich auf. Und Einleiter werden dann eben einfach ihre illegalen Einleitungen stoppen. Und mit unserem Roboter haben wir jetzt die Möglichkeit, die Einleitungen zu detektieren und dann kommen wir eben diesen Umweltsündern auf die Spur. Der Kanal-Spion könnte Teil eines neuen Umwelt-Managments werden, das in die Zukunft denkt. Sein Ziel: Verunreinigungen frühzeitig zu verhindern. Weltweit wird die Notwendigkeit eines sorgsamen Umgangs mit Wasser erkannt: In der chinesischen Stadt Yangzhou hilft der deutsche Wissenschaftler Wolfgang Kirchhof beim Aufbau neuer Abwassersysteme. In der zweieinhalbtausend Jahre alten Kulturmetropole werden die meisten Abwässer bisher noch unkontrolliert entsorgt, präzise Karten des Leitungsnetzes existieren nicht. Wolfgang Kirchhof: Da gibt es hier Stadtteile, die angeschlossen sind auf dem Plan, die aber in Wirklichkeit nicht angeschlossen sind. Da gibt es blinde Leitungen, die führen einfach in den Kanal rein. Wie verunreinigtes Wasser den Menschen schadet, erklärt der Bochumer Ingenieur auch den örtlichen Bauern. Wie gefährliche Stoffe über die Ernte zu den Menschen zurückkehren. Ganz allmählich wird auch in China ein Umdenken beim Umweltschutz spürbar.

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