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Dessert für Ameisenbären

Ameisenbärin Lua hatte zu Mittagessen Ameisen und Termiten. Was jetzt noch fehlt, ist ein Dessert - die richtige Aufgabe für Azubi Jan Budbur, genannt Wuddi. "So, Wuddi, da unten, liegt die, die Lua, also langsam runter gehen, wachmachen, ansprechen, anfassen, ah die wird schon wach, jetzt lässt du sie mal an der Flasche schnuppern, vielleicht kommt sie dann, dann lockst du sie langsam vor dir her." Ameisenbären kommen aus Mittel- und Südamerika. Lua gehört zur Familie der großen Ameisenbären. Typisch für alle vier Arten von Ameisenbären ist die lange, zahnlose Schnauze mit der außergewöhnlich großen Zunge. Mario Chindemi, Tierpfleger: "Die Zunge ist eben wirklich extrem einzigartig im Tierreich, die ist 60 cm lang, die Zunge, und bis zu 160 mal pro Minute - äh, hörst du mir zu, Wuddi ? - 160 mal pro Minute kommt die raus geschossen und geht in die Flasche oder in einen Termitenbau und versucht eben da die Termiten oder in dem Fall Mehlwürmer zu angeln. Ist die Zunge klebrig oder nicht? Ne, die ist schleimig. Genau." Das Leben im Zoo soll für die Tiere abwechslungsreich sein. Deshalb bekommt Lua die Mehlwürmer auch in einer Flasche serviert. Aber bald schon hat die Ameisenbär-Dame genug Mehlwürmer gefuttert. Mit erhobener Schnauze streift Lua durchs Revier - ihr Geruchssinn ist gut ausgebildet. Übrigens läuft nur der große Ameisenbär auf dem Boden, alle anderen Arten leben in den Bäumen. "Na komm, zeig dem Wuddi noch mal deine Hände. Das leg ich hier mal so vorsichtig zur Seite. Wuddi, jetzt guck noch mal auf ihre Füße, wie läuft so ein Ameisenbär? Der läuft auf den Knöcheln. Ja, auf den Knöcheln, so, praktisch da drauf eigentlich. Der läuft so." In ihrer Heimat sind die großen Ameisenbären bedroht. Mario Chindemi, Tierpfleger: "Das ist wirklich ganz wichtig, dass man die in Zoos erhält und nachzüchtet, klappt ganz gut." Auch Ameisenbärin Lua fühlt sich wohl im Zoo - kein Wunder bei der Verpflegung inklusive Nachtisch.

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