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Der Kreml

Der Moskauer Kreml - ältester Teil der russischen Hauptstadt und ihr geografischer und historischer Mittelpunkt. Die ursprünglich im Mittelalter erbaute Burg wurde im 15. Jahrhundert nach dem Muster einer Zitadelle neu aufgebaut. Kennzeichnend für den Moskauer Kreml ist sein Befestigungskomplex, mit 20 Türmen und einer Ehrfucht erbietenden Mauer. Er diente als Vorbild für viele ähnlich anmutende Festungen in ganz Russland. Das heutige architektonische Ensemble des Kremls besteht neben der Befestigungsanlage aus 15 einzeln stehenden Gebäuden, die zum Teil als Museum zugänglich sind. Vor der Verlegung der russischen Hauptstadt nach Sankt Petersburg Anfang des 18. Jahrhunderts diente der Kreml als Residenz der Russischen Zaren. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein galt er als Zentrum des geistigen und gesellschaftlichen Lebens. Da die Räume des Kremls immer repräsentative Zwecke erfüllen mussten, sind sie sehr opulent ausgestattet. Im Kremlpalast residierte schon Zar Nicolaus der Erste. Unter seinem Auftrag entstanden prunkvolle Paradesäle und Audienzzimmer, aber auch private Räumlichkeiten. Der Kreml als Schaltzentrale der Macht: 1918 wurde der Kreml wieder Sitz der Staatsmacht und hat diesen Status bis heute, wo er als Amtssitz des Russischen Präsidenten dient. In diesen Räumen gehen Staatsgäste ein und aus. Was hinter diesen Türen besprochen wird, beeinflusst die Weltpolitik.Obwohl der Kreml im Laufe des 20. Jahrhunderts durch Abriss- und Neubauaktionen einigen Schaden genommen hat, ist er ein beeindruckendes Abbild der Russischen Geschichte. Deshalb wurde der Kreml mit dem benachbarten Roten Platz - das erste Bauwerk auf russischem Staatsgebiet, das von der UNESCO 1990 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die Gebäude des Kremls stehen nun unter einem besonderen Schutz. Viele der Restaurierungsarbeiten hinter den dicken Mauern haben das Ziel, die Geschichte des Kreml in einer art Freilichtmuseum für die Nachwelt zu erhalten.

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