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Datentod - Kampf dem Digitalen Vergessen

Daten, Festplatten, Speichermedien - wir verlassen uns heute voll und ganz auf unsere Computer. Texterfassung, Projektentwicklung, Grafische Umsetzung - das alles funktioniert elektronisch. Doch das birgt auch Gefahren: Die neuesten Speichermedien von heute, sind der Elektronikschrott von morgen. Und die damit gespeicherten Daten, ein Fall für den Datenfriedhof. Gegen das digitale Vergessen ermittelt eine Technikerelite. Sie wollen die Frage lösen, wie unser Wissen auch ins nächste Jahrhundert kommt. Die Rettung unseres digitalen Erbes ist ein Kampf an zwei Fronten. Die Datenmenge wird täglich mehr. Und die technischen Innovationen jeden Tag schlauer, schneller und mit mehr Datenleistung. Das Resultat: Nach gerade mal 2 Jahrzehnten sind die ersten Computer heute museumsreif. Die Zeit der Elite des personal Computers ist passe. Atari und Commodore Relikte aus der Computersteinzeit. Disketten, das gepriesene Speichermedium von damals ist heute ein veraltetes Format. Um die Datenschätze der letzten 20 Jahre zu heben, braucht es spezielle Datendetektive: Wie auf einer Intensivstation ist auch bei der Firma Convar in Pimasens alles Staubfrei. Hier versuchen Techniker Tag und Nacht das digitale vergessen aufzuhalten. Die Rekonstruktion von Datensätzen auf beschädigten Festplatten hat hier Priorität. Um die Informationen wieder sichtbar zu machen muss der alte Datenteller komplett in ein baugleiches aber noch intaktes System verpflanzt werden. Jedes Staubkorn, könnte die Arbeit der Techniker jetzt zunichte machen. Im Datensicherungszentrum in Pirmasens stehen alle Gerätetypen, die die Computerindustrie jemals hervorgebracht hat. Nur so können die Datenspezialisten dem Elektronikschrott alle Geheimnisse entlocken. Dies bringt allerdings ohne die passende Software erst einmal nur sinnlose Zeichenfolgen hervor. Deshalb ist hier echte Kopfarbeit gefragt. Immer wieder müssen neue Konvertierungsprogramme entwickelt werden um die Schätze unseres Wissens zu heben

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