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Bongobaby Billy

Ein aufregender Tag für Bongobaby Billy. Weil seine Mutter nicht genug Milch hatte, ist er getrennt von der Herde mit der Flasche aufgezogen worden. Heute soll er seine Familie kennen lernen. Hartmut Bolz, Billys Pfleger: "So, jetzt geht's los, ne. Wir werden jetzt unseren kleinen Billy mal überreden mit mir auf die Anlage zu gehen. Normalerweise läuft der hinter mir her und das wird jetzt auch klappen." Ziehpapa Hartmut Bolz möchte, das sich die Bongofamilie aneinander gewöhnt. Denn Billy wird langsam zu alt für die Milch aus der Flasche. Wie seine Geschwister beginnt er frisches Gras und Laub zu fressen - ein Zeichen, dass Billy jetzt alt genug ist, um bei seiner Familie zu leben. Doch heute sollen sich die Antilopen erst einmal beschnuppern. Eine aufregende Sache, denn die Geschwister sind viel größer als Billy. Ein großer Bongo kann schon mal bis zu 280 Kilo wiegen. Außerdem bekommen die ausgewachsenen Tiere zwei große Hörner - diese sehen fast aus wie eine Leier auf dem Kopf. Tierexperte Volker Grün schaut sich das erste Familientreffen der Bongos von draußen an. Volker Grün, Zoologe: "Das ist halt wichtig, dass man von Anfang an die Jungtiere in der Nähe aufzieht, also, dass der Kontakt niemals abbricht. Und das haben wir auch versucht, wir haben den Nachbarstall abgesperrt, so dass die anderen nicht dazu konnten, um ihn durch die Gegend zu schubsen. Die haben natürlich viel mehr Kraft. Aber dass sie ihn trotzdem sehen, dass sie ihn riechen. Dass sie sehen, dass der Herr Bolz auch wirklich sich natürlich teilweise um die Erwachsenen kümmert, aber eben auch um den Kleinen kümmert, weil Herr Bolz gehört jetzt für die auch ein bisschen zur Herde dazu. Er kümmert sich um die, vor dem haben sie keine Angst und wenn der sich um das Kleine kümmert, das da ist und das so riecht wie ich, dann ist das schon mal gut." Klein trifft auf Groß. Auch für die älteren Geschwister eine aufregende Sache. Volker Grün, Zoologe: "Es ist was Neues, er war jetzt zwar die ganze Zeit da im Stall und sie riechen und sehen ihn die ganze Zeit. Aber natürlich, wenn er hier jetzt auf die Anlage kommt, das ist natürlich was Neues. Vor allem ein Spielkamerad, den man mal anfassen kann." Hartmut Bolz, Billys Pfleger: "Das wird ihm doch jetzt langsam ein bisschen unangenehm. Das ist ja auch alles ein bisschen viel, so viel Zuneigung auf einmal."Bongos sind sehr schreckhaft. Vor allem der kleine Billy, immerhin ist alles neu für ihn heute. Deshalb versucht Ziehpapa Hartmut die Situation genau im Auge zu behalten. Volker Grün, Zoologe: "Wir wollen natürlich, dass er etwas Positives mit denen verbindet. Wenn er rausgeht, dann wird er abgeleckt und dann wird gespielt. Aber wenn er jetzt Angst hätte, hier raus zu kommen, dann gäbe es gar keine Chance, dann würde er jedes Mal wieder rein laufen, und es wäre gescheitert und dann hätte er auch einen Knacks fürs Leben, dann bekäme man ihn in keine Gruppe mehr rein." Bongos gehören zur Familie der Antilopen und kommen aus Afrika. Dort allerdings bekommt man sie kaum zu sehen, da sie sich in dichten Wäldern verstecken. Im Zoo ist also die beste Gelegenheit, die schönen Tiere zu bewundern. Und vielleicht demnächst auch Bongo-Billy, der ist aber für heute erst mal ganz geschafft von der ganzen Aufregung. Wie gut, dass Ziehpapa Helmut ihm schon einen schönen Schlafplatz im Stall gerichtet hat.

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