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Blitz und Donner

Dunkle Wolken am Himmel, der Wind frischt auf, die Luft kühlt ab. Es sieht schwer nach einem Gewitter aus. Meistens entstehen sie in der warmen Jahreszeit. Und wohl jeder hat dabei schon einmal ein mulmiges Gefühl gespürt. Und doch ist man gleichzeitig fasziniert von dem Schauspiel am Himmel. Donner und Blitze sind Naturereignisse, die nicht Gottvater Zeus zu verdanken sind. Bereits 1752 entdeckte Benjamin Franklin, dass Blitze viel mehr durch gewaltige Energieentladungen in den Wolken entstehen. Schuld an einem Gewitter sind elektrisch geladene Teilchen. Das passiert im Detaille: Wasser steigt in den Wolken nach oben. In den kühleren Luftschichten gefriert es. Die Eispartikel stoßen beim Runterfallen mit den tieferen Wassertropfen zusammen - eine Ladungstrennung ist die Folge. Innerhalb der Wolke entstehen zwei Pole unterschiedlicher Ladung. Unterschiedliche Ladungen gibt es auch auf dem Erdboden. Aber die Natur ist stets bestrebt solche Ladungsunterschiede auszugleichen. Das macht sie, indem Teilchen immer in die Richtung fließen, wo es weniger von ihnen gibt. So entsteht dann auch ein Blitz. Zuerst gibt es einen für unser Auge nicht sichtbaren Lichtblitz. Zur gleichen Zeit entsteht am Boden ein Überschuss an positiven Teilchen, hier grün dargestellt. Wenn der unsichtbare Blitz nahe genug an den Erdboden kommt, entsteht eine gewaltige Entladung. Sie ist so stark, dass sich ein Lichtbogen bildet. Das ist dann der Blitz, den wir sehen. Gleichzeitig heizt sich die Luft extrem auf. Sie dehnt sich aus, explodiert und knallt. Das ist der Donner, den wir hören. Blitze können unterschiedliche Farben haben. Das hängt von der Luftfeuchte, von der Temperatur und auch von der Luftverschmutzung ab. Ihr Licht kann je nachdem eher rötlich oder bläulich oder gelblich sein. Blitze sind das Heißeste, was es auf der Erde gibt. Sie heizen nicht nur die Luft extrem auf, sondern transportieren auch enorm viel Energie. Sie haben eine Leistung von mehreren hundert Milliarden Watt. Deshalb sind Blitzeinschläge auch so gefährlich. Nutzen und speichern kann man die Energie der Blitze heute noch nicht. Was bleibt, ist vorerst nur die Faszination des Naturschauspiels Gewitter.

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