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Berggorillas in Ruanda

Ruanda. Hoch im Virunga-Gebirge. Der Tierfilmer Andreas Kieling pirscht sich schon seit Tagen durch die dichte Vegetation. Er ist auf der Suche nach den letzten großen Menschenaffen unserer Erde. Den Berggorillas. Nur 650 Tiere haben Krieg und Wilderei überlebt. Hier oben kommen keine Touristen hin. Nur wenige Forscher sind in der letzten Zeit ein paar mal zu diesen Gorillas vorgestoßen. Deshalb sind die Tiere kaum an Menschen gewöhnt. Kieling muss vorsichtig sein. Denn nur solange die Gorillamänner nicht nervös werden und seine Anwesenheit akzeptieren, kann er einzigartige Bilder drehen. Noch sind die Gorillas völlig unbefangen und ihr Anführer bleibt gelassen. Die Tiere gewöhnen sich an ihren merkwürdigen Besucher. Zwei Tage bleibt Kieling bei der Gorillafamilie. Mit einem speziellen Restlichtverstärker vor der Kamera kann der Tierfilmer auch im Dunkeln beobachten und filmen. Kieling ist erstaunt wie lebhaft sich die Tiere in ihren Schlafnestern verhalten. Die Nacht dauert hier elf Stunden. Viel Zeit zum Schlafen. Aber auch tagsüber ziehen sich die Tiere mehrmals in ihre Schlafnester zurück, die täglich neu gebaut werden. Denn Gorillas sind wie alle Affen nicht stubenrein. Als es wieder hell wird, führt der Silberrücken seinen Clan eine Etage tiefer. Auf dem Speiseplan der Gorillas stehen fast 40 Pflanzenarten. Hier wachsen sie besonders üppig. Kieling pirscht sich noch etwas näher an die Tiere heran. Andreas Kieling, Tierfilmer: "Das sind zwei starke Männchen, zwei Silberrücken." Als einer der Silberrücken direkt auf den Tierfilmer zukommt, wird selbst ihm etwas mulmig zu mute. Andreas Kieling, Tierfilmer: "This was pretty close." Die Zeit mit den Berggorillas, beschreibt Kieling auch nach der Expedition als eines der stärksten Erlebnisse seines Lebens.

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