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Balinesische Tänzerinnen

Munduk auf der indonesischen Insel Bali. Ein Bergdorf abseits der Touristenströme. Hier lernen schon die Allerkleinsten ein Stück Kultur: Bali, das ist Tanz. Ob religiöser Tempeltanz oder Unterhaltung für Touristen. Die Tanztradition ist hier sehr lebendig und wird gepflegt. Diese Mädchen hier eint alle der Traum, Legong-Tänzerin zu werden. Der Legong war ursprünglich ein Hoftanz. Daher stammt auch die extreme Stilisierung: Jede Bewegung ist vorgeschrieben, die Schrittfolge, die Drehung der Füße und die Art und Weise, wie sich die Finger spreizen.Sobald die Kinder die Grundschritte beherrschen, arbeiten die Lehrer an der Haltung. Die Mädchen hier haben schon einige Wettbewerbe gewonnen.Sie müssen aber noch viel trainieren bis sie so gut sind wie ihre Vorbilder aus der Profitanztruppe, die einmal im Jahr in Munduk zu Gast ist. Frauen, die vom Legong-Tanz leben können, bringen Touristen, aber auch Einheimischen, ein Stück balinesische Kultur nahe. Tänzerin Ni hatte einige Hürden zu erklimmen, bis sie tanzen lernen konnte. Ni, Tänzerin " Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, meine Eltern davon zu überzeugen, dass ich Tänzerin werden wollte. Eine Tanzlehrerin half mir, meinen Vater zu überreden, mir eine Ausbildung zu bezahlen. Heute sind die Eltern sehr froh darüber. " Ni verdient heute mit dem Tanzen mehr als beide Elternteile zusammen. Und sie tut damit auch noch etwas Gutes: Denn jeder Tanz hat traditioneller Weise nur ein Ziel: Die Götter gnädig stimmen. Es gibt mehr als 200 verschiedene Tänze auf Bali, die sich für ungeübte Augen sehr ähnlich sind. Ein typisches Merkmal aller Tänze sind die opulenten Kostüme und die weit aufgerissenen Augen der Tänzerinnen. Ni und ihre Kolleginnen tanzen heute den Liebestanz. "Olek tambuli lingan" heißt er, das bedeutet "spielendes Hummelpärchen". Ein getanzter Flirt. Vor mehr als 50 Jahren erfunden, ist er heute Bestandteil jeder Legong-Vorführung.

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