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Aktivurlaub in den Karnischen Alpen

Viele Wege führen von Österreich nach Italien aber kaum einer ist für Wanderer so interessant wie der "Karnische Höhenweg". Hier wurde eines der blutigsten Kapitel des ersten Weltkriegs geschrieben. Bis auf Wurfweite von Handgranaten standen sich Österreicher und Italiener gegenüber. 1918 verlor Österreich das heutige Oberitalien. Die Stellungen, tief in die Berge eingegraben, wurden bald von anderen genutzt. Die Schmuggler hatten hier Rucksäcke und Seile versteckt. Diese Höhlen machen unsere Wandertour über den "Karnischen Höhenweg" so besonders. Bei Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg. Über einst geheime Pfade folgen wir den Spuren der Schmuggler von Kärnten nach Italien. Früher war das gefährlich, denn die Grenze war streng bewacht. Für Wandertouristen von heute verführt die Strecke mit schönen Aussichten und vielen Geschichten, die der Bergführer immer wieder gerne erzählt. Da gab es den Sepp, der angeblich einmal drei lebende, ausgewachsene Schafe im Rucksack über die Berge geschleppt hat oder den Lois, dem die Zöllner angeblich schon so dicht auf den Fersen waren, dass er sie atmen hören konnte. Erwischt wurde er aber nicht. Beim Schmuggeln ging es oft um das nackte Überleben. Für die, die geschmuggelt haben, und die, die dadurch wieder zu essen hatten. Heute im vereinten Europa ist das Passieren der grünen Grenze gefahrlos. Markierte Wanderwege führen durch eine Kulisse, schön wie im Heimatfilm. Bergführer: "Ja, da geht es dann schon Richtung Italien." Auf Pfaden der Geschichte durch die Karnischen Alpen. Jodeln steht einen Moment frei. Eine schöne Wandertour von Österreich nach Italien.

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