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Abtauchen mit einem Flussdelfin

Das ist Baby ein Flussdelfin. Aber der Name ist irreführend, Baby ist längst erwachsen und mittlerweile 35 Jahre alt. Baby lebt im Duisburger Zoo und bekommt heute Gesellschaft. Zwei Tierpfleger werden zu Baby ins Wasser steigen und mit dem Delfin auf Tauchstation gehen.Carolin Neumann, Tauchlehrerin: "Wenn man mit so einem Tier schwimmt, muss man darauf aufpassen, dass man sich ruhig verhält unter Wasser, dass man keine hektischen Bewegungen macht, die Flossen langsam bewegt und nicht mit den Armen rumfuchtelt und auch ruhig atmet. Weil je mehr Luftblasen man ausstößt, desto unangenehmer ist es auch fürs Tier. Das weiß nicht, was los ist und könnte das eventuell auch als Drohung verstehen, da muss man immer ruhig und piano dran gehen, damit man auch etwas von der Sache hat, ne."Tierpfleger Patrick hat am Wochenende eine Tauchprüfung. In Babys Becken will er heute noch einmal mit Lehrerin Carolin üben. Obwohl Baby schon alt ist, ist der Flussdelfin immer noch sehr verspielt. Die beiden Taucher machen ihm Spaß. Neugierig schaut er ihnen zu und freut sich über die Abwechslung.Tierpfleger Ulrich kennt Baby schon lange und gut. Ulrich Kluckner, Tierpfleger: "Baby ist der einzige Süßwasser-Flussdelfin, der überhaupt außerhalb von Südamerika in Europa lebt und wir haben ihn schon hier seit 1975 hier in unserem Duisburger Zoo, der kam damals mit seinem Mitgenossen, unsere Namen " Vater" und "Baby" sind bis heute so geblieben. Die haben zusammen über 30 Jahre hier in Duisburg gelebt und "Vater" ist dann vor 2 Jahren in den Delfinenhimmel aufgestiegen, nach einem endlos langen Leben bei uns. Und "Baby" hat jetzt ein großes Bedürfnis sich an Partner oder Gesellschafter heran zu spielen und hier kann man gut beobachten, dass er gerade auch gut bei den Tauchern gerade von alleine Kontakt aufnimmt, der könnte auch wegschwimmen. Und so dieses Zusammensein von Vater, das gibt er jetzt weiter, indem er sich hier an die Menschen hängt."Am liebsten spielt Baby mit den Taucherflossen. Ein Flussdelfin ist ein kleiner Wal. Er kann bis zu 200 Zähne im Maul haben - aber Baby spielt nur, der Flussdelfin ist Menschen gewöhnt und nicht gefährlich. Patrick fällt es schwer an seine Übungen zu denken, er könnte weiter so mit Baby im Wasser tollen. Aber bis zum Wochenende muss er fit sein. Patrick übt deshalb weiter andere Taucher zu retten und an die Wasseroberfläche zu bringen. Die Lehrerin ist zufrieden. Die Prüfung wird kein Problem werden. Danach werden Patrick und Baby noch öfter zusammen schwimmen.Freistehend: "Wenn ich dann meinen Tauchschein endgültig fertig habe, dann geht es natürlich nicht, dass ich den ganzen Tag mit dem Delfin spiele, dann muss ich natürlich die Scheiben sauber machen, den Boden sauber machen, ja, aber es ist immer wieder was neues mit dem Delfin zu schwimmen, macht schon Spaß."

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