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Urban Emotions - Stadtgestaltung mit Gefühl

Unsichere Radwege, Stress durch Verkehrsstaus, Angst in Unterführungen – es gibt viele Orte in der Großstadt, die nicht gerade positive Gefühle wecken. In einigen Fällen ist dies offensichtlich, andere Problemstellen aber fallen zwar denjenigen auf, die täglich daran vorüber müssen, für Stadtplaner aber waren sie bisher unsichtbar. Das wollen Forscher nun mit einem ungewöhnlichen "Gefühlstest" ändern.

Immer mehr Menschen leben in Großstädten – und damit in einer Umgebung, die hektisch, laut, schmutzig und ziemlich voll ist. Inseln der Ruhe und Idylle wie Parks und Gärten gibt es nur wenige, dafür umso mehr Ecken, in denen es für unsern Geschmack zu dunkel, zu stressig, zu eng oder einfach zu hässlich ist. Stadtplaner versuchen heute, die Stadtumwelt so anzupassen, dass es möglichst wenige dieser Problemzonen gibt.

Schaugrafik zum Prinzip des Projekts "Urban Emotions"
Prinzip des Projekts "Urban Emotions"

Wo liegen die Problemzonen?

Aber herauszufinden, wo diese liegen, ist nicht immer einfach und offensichtlich. Denn eine Straßenecke, die auf den ersten Blick ganz normale aussieht, kann für Fußgänger enorm stressend sein – weil sie beispielsweise nicht früh genug erkennen können, ob ein Auto kommt oder nicht. Oder ein auf den ersten Blick schöner Park ist inzwischen so zugewuchert, dass er eher unheimlich wirkt als schön.

Um solche problematischen Ort zu identifizieren, haben Wissenschaftler der Universitäten Heidelberg und Kaiserslautern nun ein ungewöhnliches Projekt gestartet:  Nach dem Prinzip „People as Sensors“ nutzen sie die Emotionen ganz normaler Stadtbewohner, um die Stellen in der Stadt zu finden, die negative Gefühle hervorrufen. Die Daten sollen zeigen, wie Bürger ihre Stadt nutzen, wo sie sich wohlfühlen und durch welche Gegebenheiten problematische Situationen entstehen können.

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Universität Heidelberg/NPO
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