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Unterwegs zu den Gärten von Cork und Kerry

Operation grüner Daumen – ein Reisebericht

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Was er daraus machte, sieht man heute in dem bewaldeten Revier, das immer neue Blickachsen öffnet. Vom Flussufer über den Wassergarten bis zur Terrasse des Herrenhauses. Längst sind Bäume und Pflanzen aus anderen Teilen der Welt hinzugekommen. Wir tat das, was für diese Tage unsere Hauptbeschäftigung war: staunen und fotografieren. Ansonsten bedauerten wir, dass unser heimisches Gärtchen keinen Raum bot für einen durchströmenden Fluss - von möglichen Beschwerden unserer Nachbarn ganz abgesehen.

Die dritte Etappe unserer Bio-Tour durch Cork war ein „Muss“, schließlich fehlt Garinish in keinem Irland-Bildband, der auf sich hält. Die Gartenanlage, die als eine der schönsten der Welt gilt, bestand 1910 aus nichts als blankem Fels und modrigem Sumpf auf der Insel Ilnacullin, etwa 15 Bootsminuten von Glengariff entfernt. „Die Nachbarn hielten John Annan Bryce für verrückt“, sagt der Bootsführer, „aber der ließ unverdrossen Tonnen von Muttererde rüberschippern, um seine Gartenidee wahr zu machen.“ Genauer gesagt, war es der Plan des renommierten Gartenarchitekten Harold Peto, der zu einem italienisch akzentuierten, immer in Kolonnaden, Terrassen oder ähnlichem mündenden, aber doch noch „wilden“ Park heranwuchs. Das übrigens auch mit der Hilfe von Mr. Annesley, der seinem Freund auf der Insel wertvolle Samen und Schösslinge zukommen ließ.

Es war unser dritter Besuch in Garinish, was der Begeisterung keinen Abbruch tat. Im Gegenteil. Aber Teil unserer Mission war es doch auch, Ideen für unserer mickriges Pflanzfeld mitzunehmen. Vielleicht ein Lilienpool? Ein paar Stufen in dem brettflachen Terrain? Am liebsten hätten wir auch zuhause solch einen Blick über die Meeresbucht, mit Felsen, auf denen sich Seehunde sonnen. Aber das war 500 Kilometer abseits der Küste nicht wirklich realistisch. Wir entschieden uns botanisch für Darjeeling im Teepavillon.

Die nächste Tagestour war grenzüberschreitend, Killarney in der Grafschaft Kerry war das Ziel. Die kleine Stadt am See, von spektakulärer Bergkulisse geradezu umzingelt, zählt das Muckross House zu recht zu seinen Attraktionen. Das viktorianische Herrenhaus von 1843 macht was her, es verwundert nicht, dass sich Queen Victoria 1861 hier sichtlich wohl fühlte, als sie mit Familie das damals schon berühmte Touristenziel Killarney erkundete.

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