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UN-Blauhelm-Missionen: Eine Übersicht

Rund 60 Blauhelm-Missionen haben die Vereinten Nationen seit 1948 in Konfliktgebiete entsendet, um Frieden zu stiften oder zu sichern. In den ersten Jahrzehnten des Bestehens der Vereinten Nationen hat der Sicherheitsrat nur selten zu diesem Instrument gegriffen, Anfang der 1990-er Jahre hat sich dies geändert.

Die Entsendung von Truppen zur Sicherung des Friedens wird in entsprechenden Kapiteln der Charta der Vereinten Nationen, die u.a. die Titel "Die friedliche Beilegung von Streitigkeiten" oder "Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen" tragen, völkerrechtlich legitimiert. Zur Zeit (Stand August 2006) sind elf politische und friedensbildende Missionen der Vereinten Nationen weltweit aktiv, davon sechs allein in Afrika, zwei im Nahen Osten, je eine in Afghanistan, Tsdschikistan und Ost-Timor.

Einsatzarten

UN, Baluehelm missionen

Die UNO, die entweder militärische Beobachtergruppen (Observer Groups) oder Friedenstruppen entsendet, hat vor allem in innerstaatliche Konflikte einzugreifen. Beobachtergruppen bestehen aus unbewaffneten Offizieren, die z. B. Waffenstillstandsvereinbarungen überwachen bzw. Truppenabzüge kontrollieren. Die Friedenstruppen werden aus Kontingenten verschiedener Mitgliedstaaten zusammengesetzt. Ihre Aufgabe besteht in erster Linie darin, das Wiederaufflammen von Kämpfen zu verhindern und sichere Lebensbedingungen für die betroffene Bevölkerung zu schaffen.

Die Einsätze benötigen nicht nur die Zustimmung aller am Konflikt beteiligten Parteien, sondern werden auch vom Sicherheitsrat beschlossen. Die jeweilige Operation wird vom Generalsekretär der UNO verantwortlich geleitet, wobei er der Kontrolle des Sicherheitsrates untersteht. Alle Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, sich an der Finanzierung der Einsätze von Blauhelmen oder Beobachtern zu beteiligen.

Von den beteiligten Truppenverbänden wird bei den Einsätzen strikte Neutralität verlangt. Aus dieser Verpflichtung folgt, dass sie keine Gewalt anwenden dürfen, außer im Fall der Selbstverteidigung.

Im Gegensatz zu den diesen "Peace-Keeping-Einsätzen" werden auch "Peace-Enforcement-Einsätze" durchgeführt. Bei diesen kann in einem Krisengebiet eine friedliche Lösung auch gewaltsam durchgesetzt werden.

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